Glas, Feuer und Papierfaltkunst im Dialog

26.3.2017, 10:57 Uhr
Brunhilde Übler und Erika Gulder stellen ihre Werke gemeinsam im Klostertor aus; Thomas Herrmann (Mitte) stellte die beiden Künstlerinnen vor.

Brunhilde Übler und Erika Gulder stellen ihre Werke gemeinsam im Klostertor aus; Thomas Herrmann (Mitte) stellte die beiden Künstlerinnen vor. © Foto: Siegfried Mandel

Gulder, 1946 in Gemünden geboren, arbeitete zunächst nach der Heirat mit dem Neumarkter Maler und Schilderhersteller Josef Gulder im gemeinsamen Betrieb am Rainbügl. Als Spätberufene legte sie 1993 ihr Abitur ab und studierte Psychologie. Erst 2014 fand sie Gefallen an der Papierfaltkunst.

Mittlerweile zur großen Leidenschaft wurden das Buch-Origami und das Buch-Kirigami (japanische Papierschneidekunst). Ihre Faltkunst und Technik wurde immer anspruchsvoller, so dass sie ihre Objekte in zahlreichen Ausstellungen öffentlich machte, etwa bei der Kunstkreis-Jura-Ausstellung in  Reitstadel und  Residenz in Neumarkt im Jahre 2016.

Mit der in Burgthann wohnenden Brunhilde Übler, ihr Künstlername Mea von Fauch, wird die Ausstellung um Arbeiten aus dem Bereich freigeformten Glases erweitert. "Meine Werke entstehen nach einer Idee oder einer Empfindung, nach Inspiration durch Musik oder Wort, in reiner Handarbeit." Diese Fertigkeit der Glasherstellung und individuellen Bearbeitung war den Ägyptern bereits vor rund 5000 Jahren bekannt.

Mea von Fauch bekam diese Fertigkeit wohl in die Wiege gelegt und widmet sich der Kunst der besonderen Glasverarbeitung. Sie wendet sich den feinstofflichen Energien, die uns im Alltag umgeben. In ihren individuell angefertigten Stücken spürt man direkt das Aufeinandertreffen von Glas und Feuer.

Thomas Herrmann, Vorsitzender des Kunstkreises Jura, stellte erst die Arbeiten der beiden Künstlerinnen und dann das Jahresprogramm für 2017 vor. Sechs weitere Künstlerinnen zeigen übers Jahr verteilt ihre "Werke in dem kleinen Raum mit dem wunderbaren Charme", wie Herrmann sagte.

An der Papierfaltkunst Interessierte können sich mittwochs zwischen 14 und 16 Uhr im Kunstraum am Klostertor einfinden, um selbst einmal die Technik des Kirigami zu erlernen. Die Zahl der Teilnehmer ist beschränkt. Aktiv Mitwirkende zahlen acht Euro, Zuschauer frei. Das Geld wird der Annastiftung gespendet.

Die Ausstellung "Papier trifft Glas" ist bis 21. April geöffnet, jeweils freitags von 14 bis 18 und samstags von 10 bis 16 Uhr — samstags immer bei Kaffee und Kuchen mit den Künstlerinnen.

Keine Kommentare