Großer Bahnhof für Komponisten

Gluck-Statue in Berchinger Altstadt feierlich enthüllt

4.7.2021, 12:53 Uhr
Die Gluck-Statue wurde auf dem Reichenauplatz in Berching enthüllt.

Die Gluck-Statue wurde auf dem Reichenauplatz in Berching enthüllt. © Anton Karg, NN

Seit August 2017 musste seine Statue in einem dunklen Gewölbe des Rathauses warten. Nun steht Gluck „an herausragender Stelle“, erklärte Landrat Willibald Gailler am 307. Geburtstag des in Erasbach (oder Weidenwang) geborenen Komponisten.

„An Gluck kommt jetzt kein Besucher der Stadt mehr vorbei und auch kein Politiker, ob Bundeskanzler oder bayerischer Minister beim Besuch des Rossmarkt", sagte Bürgermeister Ludwig Eisenreich vor der der Enthüllung der Statue mit Gluck-Musik, intoniert von einem Quintett aus Beilngries.

Eisenreich begrüßte die illustren Gäste, die zum Teil in barocker Gewandung erschienen waren: den Neumarkter Landrat, Gerlinde Wanke, die Schatzmeisterin der Internationalen Gluckgesellschaft Nürnberg, Martin R. Handschuh, den Generalsekretär der Internationalen Gluckgesellschaft in Wien, dessen Präsidenten Dr. Daniel Brandenburg und seien Vorgänger im Amt, den ehemaligen Berchinger Bürgermeister Rudolf Eineder, die Vorsitzenden Gerlinde Delacroix und Christian Eisner von den Berchinger Freundeskreis Christoph Willibald Gluck e.V. und ganz besonders den Stifter der „wunderschönen Gluckstatue“, den Ehrenaussichtsratsvorsitzenden der Nürnberger Versicherungen, Hans-Peter Schmidt.

Der größte Wunsch des Gluck-Forschers Professor Gerhard Croll und seiner Gattin Renate, so der Berchinger Bürgermeister, sei es gewesen, dass Berching eine Gluck-Statue erhält. „Erfüllt hat diesen Wunsch Hans-Peter Schmidt, ein unermüdlicher Förderer und Mäzen, der seit vielen Jahren alles in seiner Macht stehende unternimmt, um Gluck als den Kulturbotschafter der Metropolregion Nürnberg zu verankern.“

Beilngrieser Wappen in Paris

Mit der barrierearmen Umgestaltung der Innenstadt, die 2020 am Reichenauplatz abgeschlossen wurde, fand Gluck nun endlich seinen Platz. Der in Beilngries geborene Hans-Peter Schmidt erinnerte daran, dass Gluck der Reformer der Oper war, aber in erster Linie ein Europäer, der „Tag und Nacht“ unterwegs gewesen sei in Paris, London oder Rom.

Dem Musiker und Komponisten Gluck und seinen Schöpfungen und den damit verbundenen Gluck-Festspielen in der Noris sei es zu verdanken, nicht etwa dem Fußball, dass Nürnberg zur Metropolregion aufgestuft wurde. In der Großen Oper In Paris hänge unter der Büste Glucks das Wappen der Stadt Beilngries, „warum auch immer“. Er, Schmidt, habe mit der Spende der Gluckstatue eine „Genugtuung an die Stadt Berching“ ableisten wollen. kaa

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