Dienstag, 22.10.2019

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Innovativer Bau aus Holz und Stroh

Der erste Spatenstich für das Haus St. Wunibald im Kloster Plankstetten ist erfolgt - 30.09.2019 16:01 Uhr

Warum soll denn immer nur die Prominenz den Spaten in den symbolischen Erdhaufen stecken? Und so setzten sich die Kinder des Kindergartens Plankstetten gelbe Helme auf, packten die Plastikschaufeln und wirkten als Baumeister. © Foto: Anton Karg


Mit der Erstellung des Gebäudes kann nun begonnen und es wird kein gewöhnlicher Bau werden. Die Benediktinerabtei ist mittlerweile Partner im europäischen Projekt "Up Straw", was konkret heißt, dass das Gebäude mit Holz aus dem klostereigenen Forst und mit Stroh von den ökologisch bewirtschafteten Feldern gebaut wird. Es wird die bisher größte strohgedämmte Immobilie Süddeutschlands werden und bietet ab 2021 Platz für den Abt Maurus Kindergarten, für die Pfarrverwaltung sowie für 30 neue Gästezimmer.

Europaweites Beispiel

"Der Neubau entspricht dem Schwerpunkt des Klosters auf Nachhaltigkeit und wird ein europaweites Beispiel für klimaschonendes Bauen", sagte Abt Beda in seiner Begrüßungsrede. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Massivbau spart ein Strohballenhaus 97 Tonnen CO2- Äquivalente ein. Das Haus schone somit Ressourcen und das Klima.

Beim Festakt anwesend waren Politiker, Behördenvertreter, Architekten und Planer, Baufirmen sowie die künftigen Nutzer.

Abt Beda freute sich, zum Spatenstich neben dem Bayerischen Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker, den Regierungsvizepräsidenten der Regierung der Oberpfalz, Christoph Reichert, Landrat Willibald Gailler, Bürgermeister Ludwig Eisenreich und Bundestagsabgeordneten Alois Karl begrüßen zu dürfen. Die Diözese Eichstätt war durch Generalvikar Pater Michael Huber vertreten.

Viel Engagement

Der Dank des Abtes galt allen, die sich bisher mit großem Engagement für die Realisierung des Projektes eingesetzt haben. Allen voran Staatsminister Albert Füracker, der die Federführung bei der Finanzierung des Projektes übernommen habe, Alois Karl, der sich als Bundestagsabgeordneter in Berlin für die umfangreiche Förderung durch den Bund einsetzte, Bürgermeister Ludwig Eisenreich und dem Stadtrat der Stadt Berching für die Entscheidung zum Neubau des Kindergartens in Plankstetten und der Bereitstellung der notwendigen Geldmittel.

In seinem Grußwort sagte Albert Füracker, dass es sich um ein "Jahrhundertbauwerk" mit neuester ökologischer Bautechnik handle. Er freute sich besonders, dass hier auch ein neuer Kindergarten entsteht. "Kindergeschrei ist Zukunftsmusik."

 

ANTON KARG

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