Nach Polizeihilfe: Verletzter Uhu darf bald in die Freiheit

Isabel-Marie Köppel
Isabel-Marie Köppel

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25.5.2020, 17:11 Uhr

"Kleiner Uhu im großen Glück", titelt die Polizei Oberpfalz auf ihrem Facebook-Account. Auf dem Foto ist ein junger Uhu mit weit aufgerissenen Augen in einer Katzentransportbox zu sehen. "Sehr schön von Euch, aber was hat er bei Euch gesehen, dass er so große Augen macht?", fragt ein User. Das habe er ihnen leider nicht verraten, kontert die Polizei gut gelaunt.

Bereits vergangene Woche fand eine aufmerksame und tierliebe Frau die verletzte Eule, die den wissenschaftlichen Namen "Bubo bubo" trägt, und übergab sie der Polizeiinspektion Neutraubling. Dort verbrachte der kleine Vogel eine Nacht "in liebevollen Polizeihänden", wie es in dem Posting heißt.

Kleiner Bubo bubo fast wieder gesund

Am nächsten Tag übergaben die Beamten den Uhu einer Vogelschutzstation, wo er derzeit noch aufgepäppelt wird. Dort scheint er sich gut zu erholen, denn laut eines Tierarztes darf die junge Eule demnächst wieder in die freie Wildbahn entlassen werden. Ausgewachsen erreicht der Uhu einmal eine stattliche Größe: Er wird rund 70 Zentimeter groß und hat eine Spannweite von bis zu 180 Zentimetern.

2005 kürten die beiden Naturschutzogranisationen Nabu und LBV den Uhu zum Vogel des Jahres. Er ist die größte europäische Eule und steht laut der Organisationen wie kaum eine andere Art für Erfolge im Artenschutz. Einst war der Uhu hierzulande beinahe ausgerottet, doch mittlerweile kommt der nachtaktive Greifvogel dank gezielter Artenhilfsprogramme wieder deutschlandweit vor. Dennoch ist er immer noch besonders schutzbedürftig, da die Bestände regional rückläufig sind, steht im Vogelporträt des NABU.


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