"Neuer Dienstbote Gottes" in Woffenbach

5.2.2018, 10:30 Uhr
Der neue Woffenbacher Pfarrer Roland Seger wurde bei einem Festgottesdienst in sein Amt eingeführt.

Der neue Woffenbacher Pfarrer Roland Seger wurde bei einem Festgottesdienst in sein Amt eingeführt. © Foto: F. X. Meyer

Gemeindeassistentin Claudia Kühnlein verlas die Ernennungsurkunde des Eichstätter Bischofs Gregor Maria Hanke. Roland Seger ist nun Pfarradministrator mit denselben Rechten und Pflichten eines Pfarrers. Pölling ist der Hauptsitz des neu gebildeten Pastoralraumes Neumarkt-West.

Die Gläubigen in der vollbesetzten Kirche St. Willibald fragte Pater Godehard, ob sie bereit seien, den neuen Seelsorger anzunehmen und ihn zu unterstützen. "Wir sind bereit", versicherten diese mit fester Stimme. Kirchenpfleger Werner Iberl und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Seger – nicht verwandt mit Roland Seger – übergaben dem Geistlichen die Kirchenschlüssel. "Damit können Sie die Kirche auch für die Sakramente öffnen", sagten beide.

Angeführt von den Fahnenabordnungen aller Woffenbacher und Staufer Vereine, den Erstkommunikanten, vielen Ministranten und den Konzelebranten Pfarrer i. R. Helmut Hummel, Pfarrer i. R. Wolfgang Niebler, Pfarrer Wolfgang Hager und Pfarrer Alois Lößl, dem Priesterseelsorger für die Diözese, wurde Pfarrer Roland Seger ins Gotteshaus zum Altar geleitet, wo ein großes Schild "Herzlich willkommen" sofort ins Auge stach.

Der Kirchenchor unter der Leitung von Ursula Hollweck, verstärkt durch eine Bläsergruppe, gestaltete die Eucharistiefeier sehr festlich. Pater Godehard sagte, dass Mariä Lichtmess der passende Tag für eine Amtseinführung sei. An diesem Tag wechselten früher bei den Bauern die Dienstboten. In Woffenbach sei es der Geistliche. "Du darfst die Menschen hinführen zum Gebet und zu den Sakramenten und Jesus als Licht der Welt verkünden", ermunterte Pater Godehard den 41-Jährigen, der aus Kösching im Landkreis Eichstätt stammt und zuvor die Pfarrei Meckenhausen betreute.

Um Neubesetzung gebeten

Pater Godehard bedankte sich bei den Aushilfsgeistlichen in der Zeit der Vakanz, besonders bei Pfarrer i. R. Wolfgang Niebler, der viel Applaus dafür bekam. Es war nicht selbstverständlich, dass Woffenbach wieder einen eigenen Pfarrer bekam. Die Pfarrei, aus der zwei Geistliche hervorgingen, hat wohl selbst dazu beigetragen, dass sich der Bischof für eine Neubesetzung entschieden hat.

"Ein Regierungsprogramm habe ich nicht, nur das Evangelium und die Sakramente", sagte Pfarrer Roland Seger zu den Gläubigen, die beim Auszug aus der Kirche mit kräftigem Beifall ihre Verbundenheit akustisch demonstrierten.

Beim Stehempfang im Pfarrheim hießen Bürgermeister Albert Löhner im Auftrag der Stadt Neumarkt, Pfarrer Armin Ehresmann für die evangelische Kirche, Georg Härteis für die Vereine und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Seger den neuen Geistlichen willkommen. "Sie haben es in Woffenbach und Stauf gut betroffen, weil die Menschen hier liebenswert sind. Ohne das geistliche Element sind alle Dinge nur halbe Sachen", sagte Löhner. "Wir sind neugierig auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Dienstboten Gottes in unserer Pfarrei", sagte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Seger.

Auch Vertreter der Pöllinger Pfarrei St. Martin, dem Sitz des Pfarreienverbunds, begrüßten den neuen Geistlichen und überbrachten neben Geschenken auch die guten Wünsche ihres erkrankten Pfarrers Albert Ott. Pfarrer Roland Seger ist der Nachfolger von Pfarrer Ewald Scherr, der aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand ging.

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