Dienstag, 22.10.2019

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Neumarkt: Beinahe jeder Sechste fährt zu schnell

Bei Verkehrskontrollen in der Jurastadt beträgt die Verstoßquote 17 Prozent - 20.07.2019 06:30 Uhr

Insgesamt fünf Transparente im Stadtgebiet weisen auf die Tempo-Kontrollen hin. Schließlich, so das erklärte Ziel, will die Stadt nicht abkassieren, sondern die Sicherheit erhöhen. © F.: Fellner


Seit Anfang Januar ist die Große Kreisstadt dort Mitglied. Die Stadt hat beim Zweckverband derzeit 50 Stunden Überwachung pro Monat gebucht, es wurden von Verwaltung, Zweckverband und Polizei 50 Messpunkte fest gelegt. Wo die genau sind, darüber wird Stillschweigen bewahrt.

Es fanden in 2019 bisher 87 Messungen statt. 70 776 Fahrzeuge fuhren durch die Messstellen. Davon waren 12 291 Fahrzeuge zu schnell unterwegs, also fast jedes sechste Gefährt. Das ist eine Verstoßquote von circa 17,3 Prozent. Dieser Wert liegt laut Zweckverband im Vergleich mit anderen Städten im oberen Mittelfeld.

Die höchste Überschreitung wurde mit 103 Stundenkilometern am Kurt-Romstöck-Ring bei erlaubten 50 km/h ermittelt. Gegen den Fahrer wurde ein Bußgeld von 560 Euro plus Auslagen und Gebühren ausgesprochen mit zwei Monaten Fahrverbot.

Am Kurt-Romstöck-Ring lässt sich laut Zweckverband dennoch beispielhaft für Neumarkt eine steigende Moral der Verkehrsteilnehmer beobachten. Hier sei anfänglich eine Ahndung von fast der Hälfte aller Verkehrsteilnehmer notwendig gewesen. Im Januar lag die Verstoßquote noch bei 47 Prozent, im Durchschnitt des ersten Quartals bei knapp 30 Prozent. Inzwischen habe sich die Quote der "Raser" deutlich nach unten entwickelt, sie liege seit April bis heute im Durchschnitt nur noch bei knapp 17 Prozent. An anderen Messstellen seien ähnliche Zahlen vorhanden.

Ziel der Geschwindigkeitsüberwachung sei es, durch regelmäßige Kontrollen die Verstöße dauerhaft zu senken, sagt Julia Rösch, die im Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Es wird also wohl noch etwas dauern, bis auch der letzte Bleifuß in der Stadt bemerkt hat, dass kontrolliert wird. Dann, so hoffte Maximilian Köckritz, Geschäftsführer des Zweckverbands, schon bei der ersten Zwischenbilanz im März, werde die Beanstandungsquote bei Kontrollen auch in Neumarkt unter zehn Prozent sinken. Bis der Lerneffekt einsetze, dauere es halt.

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