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Notfalldose ist im Landkreis Neumarkt angekommen

Alles Wichtige auf einen Blick für die Ersthelfer versammelt - 05.05.2018 09:43 Uhr

Die Notfalldose und ihre Fans: Das Gesundheitsamt, die Nachbarschaftshilfe Berg, die Generationennetzwerke Berngau und Deining sowie die NM Vital Apotheke schwören auf die praktische Hilfestellung für Sanitäter und Co. © Foto: Damm


Man muss ja nicht gleich bewusstlos in der Wohnung liegen. Auch bei weniger schweren Unglücksfällen sind Betroffene oft völlig "durch den Wind", wenn Notarzt oder Sanitäter eintreffen.

Die Ersthelfer werden sich in Zukunft freuen, wenn sie an der Innenseite der Haustür und der Außenseite des Kühlschranks kleine, grüne Aufkleber mit der Aufschrift "Notfalldose" entdecken. Denn dann wissen sie: In der Kühlschranktür finden sie eine Plastikdose mit Schraubverschluss, die alle im Ernstfall wichtigen Infos enthält – Personalien, Krankenkasse, Blutgruppe, Vorerkrankungen. Und Antworten auf Fragen wie: Wer sind Kontaktpersonen, wer ist der Hausarzt, welche Medikamente nimmt der Patient ein? Muss ein Kind von der Schule abgeholt werden? Gibt es ein Haustier?

500 Notfalldosen hat das Gesundheitsamt fürs Erste von einer Bremer Firma erworben und bietet diese nun allen Landkreisbewohnern an. Dose, Infoblatt und zwei Aufkleber kosten zwei Euro. "Das ist nur für den Aufwand, wir machen dadurch keinen Gewinn", sagt Claudia Zölfl-Setschödi vom Sozialdienst im Gesundheitsamt. Das BRK unterstütze die Initiative nachdrücklich. "Bei Bedarf können wir jederzeit nachordern."

Denn anderswo geht die Dose weg wie warmes Backwerk. Davon hatte Ute Hüttner von der Nachbarschaftshilfe Berg gelesen. Auf ihren Vorschlag hin bestellte der Berger Bürgermeister Helmut Himmler 100 Dosen für seine Gemeinde. Nach fünf Monaten seien die Hälfte schon weg, so Hüttner. Auch in Berngau ist man auf die kleine Datenbank aufmerksam geworden. Beim Gemeindenachmittag am Dienstag werden Seniorenbeauftrage Christa Kleebauer und Generationenmanagerin Christine Häring die Notfalldose vorstellen. Und auch Jochen Hirschmann vom Generationen-Netzwerk in Deining ist daran brennend interessiert.

Das Ziel ist die flächendeckende Verbreitung der Notfalldose im Landkreis. Dazu können auch die Apotheken einen Beitrag leisten. Voran geht hier die Vital Apotheke im Neumarkter Ärztehaus, wo es neben der Dose auch Beratung zum richtigen Gebrauch gibt. Apothekerin Margit Schlenk findet den "analogen" Behälter auch deshalb gut, weil er ganz ohne Strom funktioniert. Er sei auch was für junge Menschen und passe zudem bequem in jedes Auto, Motorrad oder in den Radrucksack. "Die Dose wäre ein nützliches Geschenk für den Mutter- oder den Vatertag."

nd

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