Starker Zuspruch

Pionier in Sachen Gemeinwohl: Urkunde für Postbauer-Heng

27.10.2021, 15:04 Uhr
Beim Gemeinwohl-Kongress an der TH Nürnberg nahmen unter anderem die drei Bürgermeister von Postbauer-Heng, Horst Kratzer, Angelika Herrmann und Gabriele Bayer, die Urkunde für die erste Gemeinwohl-Bilanz entgegen.

Beim Gemeinwohl-Kongress an der TH Nürnberg nahmen unter anderem die drei Bürgermeister von Postbauer-Heng, Horst Kratzer, Angelika Herrmann und Gabriele Bayer, die Urkunde für die erste Gemeinwohl-Bilanz entgegen. © Foto: Agentur Frierstein/Alex Wittchen

Im Oktober erhielten an der Technischen Hochschule Nürnberg zehn Unternehmen und Organisationen aus der Metropolregion die Urkunden für ihre ersten Gemeinwohl-Bilanzen von Christian Felber, dem Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung, überreicht.

Voran ging ein digitaler Gemeinwohl-Kongress, den die Gemeinwohl-Ökonomie Regionalgruppe Metropolregion Nürnberg zusammen mit der Technischen Hochschule Nürnberg, der Gemeinde Postbauer-Heng und der Bio-Brauerei Neumarkter Lammsbräu ausrichtete.

Mehrwert für die Allgemeinheit

Immer mehr Unternehmen, Gemeinden und Hochschulen stellen ihre gesellschaftliche Verantwortung stärker in den Mittelpunkt ihres Handelns. Sie erkennen die Notwendigkeit an, einen sozialen, kulturellen, ökologischen und ökonomischen Mehrwert für die Allgemeinheit zu schaffen.

Ziel der Veranstaltung war es, breit über die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) und die guten Beispiele, die es in der Metropolregion Nürnberg schon gibt, zu informieren und zum Mitmachen anzuregen. "Wir wollen eine Welle auslösen, um die Transformation der Wirtschaft in der Region zu beschleunigen", sagt Thomas Mönius, Mitglied der GWÖ-Regionalgruppe und Mitinitiator der Veranstaltung.

Pionierrolle gewürdigt

Rund 80 Teilnehmer waren bei der Eröffnung des Online-Kongresses von Prof. Dr. Nils Oberbeck anwesend, der darlegte, wozu die Hochschule sich entlang der Werte der Gemeinwohl-Ökonomie weiterentwickeln und wie sie eine Pionierrolle für das Gemeinwohl übernehmen wolle.

In ihrer Keynote erläuterte Lara Lütke-Spatz vom Netzwerk Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern, welche Rolle die Hochschulen bei der Gestaltung der Transformation zu einer nachhaltigen, sozialen und ethischen Gesellschaft spielen können.

Breites Bild gezeichnet

Vier Workshop-Stränge waren der GWÖ für Kommunen, Hochschulen, Unternehmen und Interessierte gewidmet. So konnte ein breites Bild aller Bereiche gezeichnet werden, in denen die GWÖ inzwischen zur praktischen Umsetzung in der Metropolregion gelangt ist.

Christian Felber rundete dieses Bild in seinem Impulsvortrag "GWÖ zum Mitmachen: eine Vision wird Realität" ab, indem er an verschiedenen Good Practice-Beispielen auf nationaler und internationaler Ebene aufzeigte, wie die Vision der GWÖ im realen Leben angekommen ist und zur sozialen, ethischen, ökologischen und ökonomischen Transformation beiträgt.

Insgesamt nahmen über 300 Interessierte an dem Online-Kongress teil.

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