Trotz intensiver Suche: Vermissten vom Dillberg nicht gefunden

10.2.2021, 22:18 Uhr

© Foto: Wolfgang Fellner

"Aber die Fahndung läuft weiter", sagte ein Pressesprecher in Regensburger. Nach dem Großeinsatz am Dienstag und einer weiteren Suche mit spezialisierten Kräften der Polizei und mit deren Hunden bestehe derzeit keine Aussicht, den 25-Jährigen im verschneiten Gelände zu finden.

Es hatte sieben Grad Minus, der Schnee knirschte bei jedem Schritt unter den Sohlen: Trotzdem stapften Retter aus der ganzen Metropolregion mit ihren Hunden über den Dillberg. "Du hast den Dillberg – und drumherum geht es steil runter, mit Schluchten und Hängen", sagte der Pressesprecher der Polizei in Neumarkt, Martin Meier, am Dienstag Abend in der Fahrzeughalle der Postbauer-Henger Feuerwehr, hier war das Hauptquartier.

Suche nach Vermissten auf Hochtouren

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"Wir können derzeit nicht mehr sagen, als wir herausgegeben haben", sagte Polizeioberrat Michael Danninger, Leiter der PI Neumarkt. Auf einem großen Tisch lag Kartenmaterial. Vieles davon war nach der Absuche schon wieder überholt, sagte er. Was er hoch einschätzte: Den unermüdlichen Einsatz der über 300 Ehrenamtlichen, die seit dem Nachmittag im Einsatz waren.

Gesucht wurde die Stecknadel im Heuhaufen, zwischen Pyrbaum, Hausheim und Neumarkt waren die Feuerwehrler im Einsatz. Dazu kamen Hundestaffeln, die mit ihren Vierbeinern im tiefen Schnee über den Dillberg stapften. Immer wieder blitzten Lichtkegel in der Nacht, Hunde bellten. Bei Pölling durchstöberten die Feuerwehrler auch Feldscheunen. Am Tag darauf ging es auf der Hausheimer Seite weiter.

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Was bisher bekannt ist: Der 25-Jährige hatte nach einem Streit mit seiner Freundin deren Wohnung in Postbauer-Heng verlassen und war mit seinem Wagen davon gefahren. Der fand sich später im Wald am Dillberg.

Fahndung nach Vermissten geht weiter

Während die Suche abgebrochen ist, geht die Fahndung weiter: Die Polizei durchkämmt derzeit das persönliche Umfeld des Verschwundenen nach Hinweise, die zu ihm führen könnten. Es ist auch ein Wettlauf mit der Zeit: Sollte er tatsächlich am Dillberg verunglückt sein, werden die Überlebenschancen immer geringer. Denn die Nächte sollen noch kälter werden.

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