Wirbel um Kago-Schloss: Käufer will bald zahlen

4.11.2016, 15:07 Uhr
Das Kago-Schloss in Postbauer-Heng: Der Käufer hat den Preis bisher nicht überwiesen.

Das Kago-Schloss in Postbauer-Heng: Der Käufer hat den Preis bisher nicht überwiesen. © Resi Heilmann

Die Frist für die Zahlung des vereinbarten Preises ist am Freitag abgelaufen, wie der Bayerische Rundfunk (BR) zuerst berichtete. Der Käufer habe den Preis nicht an das Amtsgericht Nürnberg gezahlt. "Es ist kein Geld überwiesen worden", sagte Gerichtssprecher Friedrich Weitner den Neumarkter Nachrichten.

Die Gläubiger des Kachelofenbauers hätten nun die Möglichkeit, gegen den Schloss-Käufer vorzugehen. "Sie haben damit gerechnet, dass sie ihr Geld bekommen", sagt Weitner. Das Amtsgericht wird seine Forderungen, sprich die Kaufsumme von fünf Millionen Euro, nun an die Gläubiger weiterreichen. Sie können damit selbst versuchen, von dem Münchner Unternehmer ihr Geld zurück zu bekommen, beispielsweise durch einen Pfändungsbeschluss.

Sveta Todorovic selbst will dafür sorgen, dass es gar nicht soweit kommt. Er verspricht, die fünf Millionen Euro in den kommenden Tagen zu bezahlen und Kontakt mit den Gläubigern aufzunehmen. Dass er in Verzug geraten ist, begründet der Unternehmer mit einem kurzfristigen Liquiditätsengpass, der sich in Folge eines anderen Immobiliengeschäftes ergeben hätte. Kurzum: Todorovic wartet noch auf Geld aus dem Verkauf eines anderen Objektes, das er für den Kauf des Schlosses benötigt.

Außerdem kündigte der Münchner Unternehmer in zwei Wochen einen Tag der offenen Tür im Kago-Schloss an, bei dem er der Öffentlichkeit erklären will, wie es mit dem Gemäuer weitergeht.

Der Artikel wurde aktualisiert am 4. November um 15.05 Uhr

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