Donnerstag, 02.04.2020

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Dachsbach bereitet sich auf reizvolle Galerie vor

"Kunst-Klima" im Aischtal - 13.03.2020 14:54 Uhr

Mit „Hirtenhaus“-Leiterin Iris Vogel, der Künstlerin Elke Rogler-Klukas und stellvertretender Bürgermeisterin Barbara Weber (v. l.) stimmen die Kids das Hoch auf ihre Farben- und Formenspiele an, die sie in „Kunst in Dachsbach“ einbringen. © o. n.


Elke Rogler-Klukas und Ilona Nürnberg, die mit Arnd Erbel und stellvertretender Bürgermeisterin Barbara Weber die dritte Auflage von „Kunst in Dachsbach“ vorbereiten, haben sich mit dem Thema „Kunst-Klima“ auf ihre Weise auseinandergesetzt. Da viele Menschen dem Klimawandel gegenüber blind seien, „obwohl dessen Auswirkungen allgegenwärtig zu spüren und zu fühlen sind“, hat Elke Rogler-Klukas ihr dreiteiliges „Exponate KLIMA und Bindestrich (zum Klima) mit Brailleschrift in Szene gesetzt und die einzelnen Buchstaben und Zeichen mit Stopper dargestellt“: „STOPPT den Klimawandel!“, verriet sie ihre Botschaft.

Ihre Künstlerkollegin Ilona Nürnberg setzt das Thema topaktuell unter „FAKE NEWS oder COVID-19 ist keine Erfindung der Demokraten“ mit zwei Frauen in Szene, die „wie erstarrt das Fernsehgerät fixieren, entsetzt angesichts exponentiell zunehmender globaler Katastrophen“. Und ein Eisberg, in dem zwei Schweine versteckt dargestellt sind, „ist eine Allegorie auf den Klimawandel, der auch maßgeblich durch die Massentierhaltung verursacht ist. Somit steht der Eisberg auch symbolisch für unseren Untergang“.

Klima auch Thema von Kinder-Projekt

Auch „Zauberbirnen“ spielen beim „Kunst-Klima“ eine Rolle. © o n.


Auch in ihrem neuerlichen Kindergarten-Projekt bereitet Elke Rogler-Klukas das Thema Klima auf und vermittelt es den Mädchen und Jungen im Dachsbacher „Hirtenhaus“ anschaulich an einem Schneemann, den die Sonne ebenso schmelzen lässt wie ihre warmen Hände einen Eiswürfel. Bei der Gestaltung des Schneemannes mit der kindgerecht aufbereiteten Formenlehre vom eckigen Hut über den runden Kopf und Körper bis zum Dreieck der Karottennase, gab es auch viel Spaß mit leise rieselndem Kunstschnee und großes Staunen über die Knöpfe aus tiefschwarzen „Eierbriketts“.

Durchgespielt wurden auch mit allen nur denkbaren Accessoires die vier Jahreszeiten, verbunden mit dem sich wandelnden Klima. Der Schneemann und sein Verschwinden werden ebenso bei „Kunst in Dachsbach“ zu bestaunen sein, wie „ganz alleine leuchtende Glühbirnen“ auf den von den Kids mit viel Spaß gestalteten bunten Leinwänden. Ferner wird in einer kleinen Kunst-Installation einer Baustelle die Freude auf den neuen Kindergarten zum Ausdruck gebracht. Zunächst aber sind die Mädchen und Jungen gespannt auf ihren Umzug vom Hirten- ins kindgerecht umgestaltete Rathaus.

„Kunst-Klima“ regt Fantasien an

Das Galeriethema „Kunst-Klima“ lässt der Fantasie breiten Raum für vielfältige Assoziationen und Wortspielereien, die schon bei der Vorbereitung viel Spaß machten, wie es Ilona Nürnberg und Elke Rogler-Klukas verrieten. Die Planung gingen sie mit Arnd Erbel sowie Bürgermeister Hans-Jürgen und seiner Stellvertreterin Barbara Weber an und sind mit ihnen nun am Daumendrücken, dass Corona vor der „Kunst in Dachsbach“ überwunden ist und man die Galerie mit dem einmaligen Flair des Wasserschlosses sowie des originalen fränkischen Wirtshauses „Rotes Roß“ und des Ateliers „ars quo vadis“ - der Keimzelle einer überregional bedeutsamen Ausstellungstradition - durchführen kann.

Man sei um Normalität bemüht, ließ Elke Rogler-Klukas am Rande des Kindergartenprojektes mit viel Optimismus wissen: „Wir machen einfach weiter“. Die Gäste können wiederum ein breit gefächertes Spektrum künstlerischer Ausdrucksformen erwarten und werden mit einem ganz eigenen „friday for future“ in das dreitägige Stimmungshoch gebracht werden, wie aus dem Vorbereitungsteam zu erfahren war. Ein „Kunst-Klima“ in all seinen Facetten und für alle Generationen hat in Dachsbach Tradition, die auch im neuen Galerieformat erfolgreich gepflegt wird. Dies alles in einem ganz eigenen Wohlfühlklima und besonderen Ambiente, das man über die Region hinaus neben der „künstlerischen Vielfalt in Bild und Ton“ als Gesamtkunstwerk schätzt.


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o. n.

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