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Digitale Alternative: Seminare und Konferenzen in Zeiten der Pandemie

Hybrides Format mit digitalen und physischen Elementen entwickelt - 28.09.2020 10:26 Uhr

Der „Kleine Treff“ in Uffenheim war einer der vier Standorte der digitalen Integrationskonferenz im Landkreis. Foto: Margarita Kavali

28.09.2020 © Margarita Kavali


Zu dem Seminar, das "richtiges Trinken" vermittelt, lädt die Integrationslotsin des Freiwilligenzentrums "mach mit", Veronika Polok, am Donnerstag, 15. Oktober, von 16 bis 17.30 Uhr ein. Um fit und leistungsstark zu bleiben, benötigt der Körper ausreichend Flüssigkeit. Doch wie viel soll’s täglich sein? Zählt Kaffee dazu? Und kann man regelmäßiges Trinken "lernen"?


Erfolgreiche Intergration dank FAU


Antworten auf diese Fragen gibt Ernährungsberaterin Margit Reichel-Binöder in dem digitalen Seminar. Für die Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung bis 13. Oktober 2020 an polok@caritas-nea.de oder telefonisch unter 09161/888937 erforderlich. Danach werden die Zugangsdaten per E-Mail verschickt. Das digitale Seminar wird über BlueJeans angeboten.

Eine erste physisch-digitale Integrationskonferenz im Landkreis fand in Kooperation mit Friedrich-Alexander-Universität statt. Integration lebe von Begegnungen, direkter Kommunikation und persönlichen Beziehungen. Bei der etablierten Veranstaltung für den gemeinsamen Austausch von Haupt- und Ehrenamtlichen zum Thema Integration im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim war dies in Zeiten von Kontaktbeschränkungen, Masken- und Abstandspflicht nur schwer zu realisieren, berichtet Caritas-Integrationslotsin Veronika Polok

Hybrides Format entwickelt

Gemeinsam mit dem Integrationsbeauftragen des Landkreises Tanju Cetinkaya sowie den Integrationslotsinnen Veronika Polok (Caritas) und Sonja Schneider-Rasp (Diakonie) haben denn auch Dr. Stefan Kordel und Tobias Weidinger vom Institut für Geographie der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg zusammen mit Masterstudierenden deshalb ein hybrides Format mit digitalen und physischen Elementen entwickelt. Dessen Premiere fand an vier Standorten gleichzeitig statt: in der Gemeinschaftsunterkunft Burghaslach, in der "Schneiderscheune" in Bad Windsheim, im Sitzungssaal des Landratsamts in Neustadt sowie im "Kleinen Treff" in Uffenheim statt. Ferner auch in den zahlreichen Wohnzimmern oder auf den Terrassen von Teilnehmenden, die sich digital von zuhause zugeschaltet hatten.

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Mit den vier Standorten und der Möglichkeit, digital teilzunehmen, blieben im Flächenlandkreis langen Anfahrtszeiten erspart. Außerdem ermöglichte es dieses Format die speziellen, lokalen Herausforderungen zu besprechen.", so Dr. Kordel. Zu Beginn begrüßte Landrat Helmut Weiß alle Anwesenden und digital Teilnehmenden. Danach gaben Richard Klein und Sabine Kachel einen Einblick aus den Sachgebieten Soziales beziehungsweise Personenstands-/Ausländerwesen.


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Im Anschluss daran erörterten im ersten Teil der Konferenz, der "Tour de NEA", freiwillig Engagierte, hauptamtliche Akteure aus den verschiedensten Verwaltungsbereichen, UnternehmerInnen und weitere interessierte BürgerInnen aktuelle Themen im Rahmen der Integrationsarbeit. Ein besonderer Schwerpunkt galt dabei den Chancen und Grenzen der Integrationsarbeit mithilfe von digitalen Methoden. Die Diskussion zeigte, dass die digitale Kommunikation im Bereich Bildung/Spracherwerb eine große Bedeutung hat, wohingegen persönliche Treffen zur Sprachpraxis unabdingbar sind. Exemplarisch mussten Frauencafés oder offene Treffs pandemiebedingt eingestellt werden.

Digitale Marktstände

Im zweiten Teil des Nachmittags boten zwei "digitale" Marktstände Informationen zu den Themen Arbeitsmarkt und migrantische Vereine im Landkreis. Anne Güller-Frey vom IQ-Netzwerk Bayern stellte die vielfältigen Beratungsangebote im Bereich Arbeitsmarktintegration für Unternehmen und Kommunen vor und warb dafür, die individuelle Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung in Anspruch zu nehmen.

Die Vielfalt von Migration bildete sich auch in den Vereinen ab, die im Anschluss ihre Tätigkeiten und Ziele in der Integrationsarbeit vorstellten: Pfarrer Daniel Pintea von der rumänisch-orthodoxen Pfarrei Uffenheim-Bad Windsheim-Rothenburg ob der Tauber, der Türkisch-Kurdische Verein Bad Windsheim e.V. sowie Josef Merrath und Ivan Romaker vom Verein "integra e.V." Die Pfarrei beziehungsweise die Vereine haben zwar jeweils unterschiedliche Zielgruppe, wollen sich aber in Zukunft stärker vernetzen. Besonders wurde die Suche nach weiteren Mitgliedern betont.


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Integration braucht von allen Akteuren ein Für- und Miteinander, damit sie gelingen kann, betonte Veronika Polok im Bericht über die digitale Integrationskonferenz. Eine Möglichkeit des Austausches und der Vernetzung im gesamten Landkreis sei nötig, um die Integrationsarbeit vor Ort zu unterstützen: "Mit der physisch-digitalen Integrationskonferenz sollten insbesondere auch die digitalen Chancen aufgezeigt werden, die die Integrationsarbeit in den einzelnen Orten nachhaltig fördern kann".

nb

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