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Künstlerin weckt Fantasie von Schulkindern

Elke Rogler-Klukas vermittelt Kindern der Mittagsbetreuung Spaß an der Kunst - 12.06.2015 14:15 Uhr

Auch bei ihrem Projekt mit der Mittagsbetreuung an der “Comenius-Grundschule” war es Elke Rogler-Klukas wiederum gelungen, bei Kindern Spaß an der Kunst zu wecken und viel Kreativität zu entwickeln. © Harald Munzinger


An fünf Kunstnachmittagen vermittelte Elke Rogler-Klukas den Mädchen und Jungen der "Comenius-Grundschule" “Kunst auf vielfältige Weise” und staunte - wie nun auch die zur Vernissage einer Ausstellung eingeladenen Eltern - welche “ganz tollen außergewöhnlichen Werke” die Kinder nach Unterricht und Hausaufgabenbetreuung (!) kreierten. Die Kinder selbst führten Schulleitung und Elternbeirat sowie Eltern und Großeltern in “eine einzigartige Kunstwelt” ein. Die fünf Kunstnachmittage waren jeweils thematisch ausgerichtet. So sollten nach dem Vorbild des Schweizer Fotokünstlers Ursus Wehrli die Bestandteile einer Uhr “aufgeräumt” oder mit Wachskerzen auf Papier gezauberte Illusionen mit Hilfe von Wasserfarben sichtbar gemacht werden. Staunen ließen die Kinder mit den von ihnen fantasievoll “zu neuem Leben erweckten” Dürer-Hasen. Der alte Meister hätte bestimmt Spaß daran gehabt, wie bunt die jungen Künstler seinen berühmten Hasen gestaltet haben.

Vom “Müll” zum Kunstwerk

Dass eine Tüte Müll zu tollen Bildkompositionen inspirieren kann, sollte ein weiter Nachmittag zeigen, an dem zunächst der Fokus auf die Wertstoffe im “Müll” gerichtet und dann der Blick für deren besonderen Merkmale geschärft wurde. Nach und nach gruppierten diese sich nach frei gewählter Anordnung zu Bildern, die sehr gut zum Jahresthema “Umwelt” der Schule passen sollten. Ebenso wie die “Sahneinstallation”, mit der Elke Rogler-Klukas den Weltklimagipfel ebenso einfach wie prägnant illustrierte: Auf der einen Seite einer geteilten, quadratischen Holztafel der Überfluss an Rohstoffen und Lebensmitteln, auf der anderen das Wort Hunger und Klimagipfel.

Die Künstlerin machte daran deutlich, dass “nur durch die Bewegung der beiden Hälften eine Veränderung möglich ist, die Kluft zwischen den Welten kleiner oder größer werden kann”. So gab es “ganz nebenbei” zur Kunst auch den Anstoß in der Umweltschule zu nachhaltigem Handeln, aus dem Veränderung und Fortschritt entsteht.

Ein weiteres Thema sollte “Neustadts längst Indoor-Blumenwiese” sein, die in zwei Gruppen mit Naturmaterialien wie Korken und Kartoffelstempeln entstand, mit denen Blumen oder Schmetterlinge “ins Bild gesetzt” wurden. Eine CD als Zeichengerät sollte Impulse zu reizvollen Bildgestaltungen geben.

“Eintrittskarte für unsere Zukunft”

Mit der Gestaltung eigener Phantasiebriefmarken mit Themen wie Zukunft, Hobbies oder Spaß in der Schule verband Elke Rogler-Klukas Gedanken über die Kommunikation über den Schulalltag hinaus. Die Briefmarke sollte “die Eintrittskarte für unsere Zukunft“ sein, geklebt auf einen Blankoumschlag mit dem Sichtfenster, das immer an den wichtigen Blick im Leben erinnern soll. Schließlich sollte ein leeres weißes Blatt zum Symbol für die eigene Zukunft werden, “die wir in Händen haben mit der großen Freiheit, diese selbst gestalten zu können”.

Viele weiße Blätter hatten die Kinder der Mittagsbetreuung an den fünf Kunstnachmittagen vor sich. Für das, was sie daraus gestalteten, erfuhren sie von den Gästen der Ausstellung viel Anerkennung. Der Dank von Elke Rogler-Klukas, diese kreativen Impulse ermöglicht zu haben, galt Schulleitung und Elternbeirat. Bei kleinen Häppchen bot sich die Gelegenheit zum angeregten Gedankenaustausch über die Schnittstellen von Schule, Kunst und Umwelt. 

Harald J. Munzinger

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