S-Bahn-Anschluss von Neustadt zu Ende 2021?

31.10.2020, 17:34 Uhr
Mit Barrierefreiheit und Taktung Lösungen für den S-Bahn-Standard am Bahnhof Neustadt anzustreben, ist eines der Ziele im Leitantrag zum CSU-Bezirksparteitages. Foto:o.n.

Mit Barrierefreiheit und Taktung Lösungen für den S-Bahn-Standard am Bahnhof Neustadt anzustreben, ist eines der Ziele im Leitantrag zum CSU-Bezirksparteitages. Foto:o.n. © o.n.

So ist es jedenfalls in einem Leitantrag „Zukunft Schiene: Bahnprojekte in Mittelfranken“ vorgesehen, den Bezirksvorsitzender Joachim Herrmann nach seinem „politischen Bericht“ vorstellen wird. Perspektivisch seien „hier bei Barrierefreiheit und Taktung Lösungen für den S-Bahn-Standard anzustreben, die auch im Rahmen des Ausbauprogramms betrachtet werden“, heißt es in dem Antrag. Der CSU-Bezirksverband Mittelfranken sehe „für ein modernes und attraktives Mobilitätsangebot die Notwendigkeit des weiteren zügigen Ausbaus der Infrastruktur für den Schienenverkehr im Großraum Nürnberg und in den ländlich strukturierten Regionen Mittelfrankens mit entsprechenden weiterführenden Anschlüssen“ leitet sie diesen ein.

Auch wenn die Finanzierung des Ausbaus der Schieneninfrastruktur zunächst in der Verantwortung des Bundes liegt, wolle man gemeinsam mit dem Freistaat Bayern „die enormen finanziellen Anstrengungen für die Planungen und den Ausbau im Raum Mittelfranken tatkräftig vorantreiben“ wird betont und erklärt: „Wir begrüßen ausdrücklich die positiven Weichenstellungen seitens des Freistaates Bayern. Wir setzen uns dafür ein, dass die bereits in Planung befindlichen Projekte zügig umgesetzt und neue notwendige Maßnahmen in Angriff genommen werden“.

Angebot im Sektor West ausweiten

„Für eine starke Region ist die Mobilität und sind damit alle Verkehrswege und deren Koordinierung von fundamentaler Bedeutung“ unterstreicht dies der CSU-Bezirksverband. In seinem Leitantra beleuchtet er die Schwerpunkte in den verschiedenen Regionen und dabei das „Ausbauprogramm S-Bahn-Nürnberg“. In dem werden die Planungen zum sogenannten Sektor West - insbesondere im Hinblick auf ein S-Bahn-Angebot auf den Strecken Nürnberg Hbf., Fürth Hbf., Siegelsdorf und Neustadt/Aisch, sowie Siegelsdorf, Markt Erlbach und Fürth Hbf./Cadolzburg - aktualisiert und neu bewertet. Für die angestrebte Ausweitung des Angebots im Sektor West sei allerdings nach wie vor der dreigleisige Ausbau Siegelsdorf - Fürth Voraussetzung.

„Die Realisierung dieses im Bundesverkehrswegeplan als vordringliche Maßnahme geführten Projekts wird von uns mit Nachdruck beim Bund eingefordert“, so der CSU-Bezirksverband, der erwartet, „dass der Planungsauftrag an die Deutsche Bahn bald kommt und dieses elementare Projekt für die Region gestartet werden kann“.

Bei dem virtuellen Bezirksparteitag wolle man den Blick gezielt auf den Ausbau der Schieneninfrastruktur in Mittelfranken richten, um attraktive Angebote für Bürgerinnen und Bürger sowie positive Effekte für die Umwelt zu erzielen, stimmt der Vorsitzende in Innenminister Joachim Hermann darauf ein: „Lassen Sie uns beim Bezirksparteitag darüber diskutieren, welche Impulse wir zur Verbesserung der Bahninfrastruktur in Mittelfranken setzen können“.

Zu dessen Auftakt wird der Parteivorsitzende und Ministerpräsident Dr. Markus Söder eine Grundsatzrede halten. Dass man zum ersten Mal in der Geschichte der mittelfränkischen CSU deren Bezirksparteitag virtuell durchführe, sei Umsicht und Vorsicht geschuldet, so Herrmann zur Entscheidung für dieses neue Format der Zusammenkunft. Die Corona-Krise stelle unsere Gesellschaft gegenwärtig vor wichtige Herausforderungen. Man dürfe dabei aber auch andere wichtige Themen nicht aus dem Blickfeld verlieren. „So stellt uns die Mobilität im ländlichen Raum und in den Ballungsräumen vor besondere Aufgaben“, was Herrmann ebenso wie Bezirksgeschäftsführer Werner Stieglitz auf rege Zuschaltungen zum ersten virtuellen Bezirksparteitag hoffen lässt, der ihn mit seinem Team intensiv vorbereitet hat. nb/o.n.

Keine Kommentare