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Stadtkapelle Frankenland überzeugt beim Frühjahrskonzert

Traditionelle und symphonische Blasmusik - 06.03.2017 13:08 Uhr

Begeisterte beim traditionellen Frühjahrskonzert erneut mit musikalischer Vielseitigkeit auf hohem Niveau: Die Stadtkapelle Frankenland. © Rüdiger Pfeiffer


"Casino Royale", wer auf diese Veranstaltung der Stadtkapelle Frankenland am Samstagabend in der NeuStadtHalle gesetzt hatte, ging als absoluter Gewinner nach Hause.

Vereinsvorstand Bastian Kister bedankte sich in seiner Begrüßungsrede für den kollegialen Umgang der verschiedenen Musikgruppen im Landkreis. Im Verlauf des Konzerts konnten acht Jugendnadeln sowie fünf Bronzenadeln des Nordbayerischen Musikbundes für fünf- und zehnjährige aktive Mitgliedschaft verliehen werden. Für 40-jähriges Musizieren wurde Steffen Mechs eine besondere Ehre zuteil. Er erhielt aus der Hand des ersten reisjugendvorsitzenden Stefan Rößner die Ehrennadel in Gold.

Eine besondere Note gab dem durchweg spannenden Konzert eine abwechslungsreiche Moderation. Ensemblemitglieder stellten phantasievoll die einzelnen Stücke vor. Eingeleitet wurde diese von dem sich körperlich sowie musikalisch im Kreis drehenden Sousaphonisten Ludwig Nützel.

Hommage an die Medici

Den traditionellen Teil eröffneten die Frankenländer mit dem "Marsch der Medici". Eine Hommage an die Medici, also die Ärzte. Der Marsch wurde von Johan Wichers nach einem Krankenhausaufenthalt komponiert. Der "Petersburger Marsch" eines unbekannten Künstlers, trotzdem weltberühmt, riss das begeisterte Publikum klatschend mit. Der Klassiker "Tulpen aus Amsterdam", ein Walzer, scheint ein Standard für die Stadtkapelle zu sein.

Die Polka "Der Klarinetten Muckl" gelang zum Bravourstück der beiden Klarinettistinnen Beate Schmidt und Claudia Bach. Angetrieben von ihrem schelmischen Dirigenten Matthias Eckart folgten die Musiker dem vorgegebenen flotten Tempo, das der Schlagzeuger konsequent umsetzte. Einer immer schneller werden Begleitkapelle hielten die beiden Holzbläserinnen solistisch mit reiner Intonation stand. Eine Meisterleistung!

Der Tango "Ein kleines Rendezvouz" brachte Bewegung in die Fußreihen der Neustadthalle. Mit "A String of Pearls" outeten sich die etwa vierzig Musiker als versierte Jazzer. Bernd Stürzenhofeckers Trompetensolo gab den letzten Kick dazu.

Keine Nachwuchssorgen

Dass sich die Kapelle um Nachwuchs keine Sorgen machen muss, stellten die Jungen Frankenländer unter Beweis. Mit "Oye como va", in deutscher Sprache etwa "Hey, wie geht's?", von Tito Puente eröffneten sie afro-amerikanisch, temperamentvoll rhythmisch das Konzert. Mit "Skyfall" aus dem gleichnamigen Film präsentieren Sie zum ersten Mal an diesem Abend die typische Bond-Kadenz. Beachtlich, mit welcher Sicherheit sie unter der Leitung von stellvertretendem Dirigenten Johannes Zier Adele Adkins Song intonierten. Nur konsequent, dass die "Alten" zusammen mit ihnen "Don't stop believin“, quasi als Motivation wie eine Hymne aufführten.

"Derrick" von Les Humphries, Titelmelodie der gleichnamigen Krimiserie, stimmte auf den cineastischen und thematischen Teil des Konzerts ein. Die Musiker entführten ihr Publikum In eine dunkle, zukünftige, von mächtigen Göttern beherrschte Welt. Eindrucksvolle, voluminöse Klangmalerei gelang in "Thor: A Dark World" von Bryan Taylor. Musikalisch in Spannung versetzt, erwartete das Publikum die Titelgebenden Bond-Tracks aus "Casino Royal". Einfühlsam gespielt erklang "I´m the Money", temperamentvoll "African Rundown", dem Bond-Girl huldigend "Vesper" und als Höhepunkt das Bondthema: "The Name's Bond".

Erstaunlich, welche musikalische Vielseitigkeit auf hohem Niveau diese Stadtkapelle zu bieten hat. Ohne motivierte Musiker wäre das nicht möglich. Einen wesentlichen Anteil am Erfolg dieser Kapelle hat sicherlich ihr Musikalischer Leiter Matthias Eckart. Sein musikalisches Gespür, sein pädagogisches Talent und die Empathie für seine Musiker scheinen Erfolgsgaranten für die Stadtkapelle Frankenland zu sein. Dies fand erneut Ausdruck in fünf Zugaben verschiedener Stilrichtungen. Zu diesem Konzert bleibt nur zu sagen: "Neustädter, seid stolz auf eure Stadtkapelle!" 

Rüdiger Pfeiffer

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