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Mittwoch, 22.05.2019

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Startschuss für Benefizaktion "Strampeln in Franken" gefallen

Synonym für das Radfahren - Großes Teilnehmerfeld zur Eröffnungstour - 10.05.2019 19:49 Uhr

Bezirksrat Thomas Zehmeister, BLSV-Ehrenkreisvorsitzende Hildegard Schlez, MdL Hans Herold und Landrat Helmut Weiß würdigten das sportliche und soziale Engagement von Helmut P. Schuh (v. l.), dem der Kindergarten "Kleine Welt" das Ständchen zum Jubiläumsjahr brachte. © Harald Munzinger


"So viel waren wir noch nie", stellte einer der treuen "Strampler" fest, als sich vor der Firma "Zweirad Klör & Mehr" immer mehr Radsportfreunde versammelten. Und stattlich fanden sich auch Repräsentanten der Politik, Tourpaten und Sponsoren ein. Alle zusammen erhielten von den Mädchen und Jungen des Schauerheimer Kindergarten "Kleine Welt" eine munter gesungene Verkehrserziehung, was so alles beim Radeln zu beachten ist. Darauf achten bei den geführten Touren mit Claudia Lang und Jens Witt stets auch Begleiter der Polizeiinspektion Neustadt.

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20 Jahre "Strampeln in Franken": Benefizradeltour gestartet

"Strampeln in Franken"ist eine Institution, schon seit 1999 wird mit dem Benefizradeln Euro um Euro gesammelt. Bisher sind 196.000 Euro an Spendengeldern zusammengekommen. Heuer lockte die Aktion so viele Radler an den Start wie noch nie.


Hohe Anerkennung erfuhr Helmuth P. Schuh im Grußwort zur letzten seiner Benefizaktionen von Bundesminister a. D. Christian Schmidt, der viele Jahre lang mit einer Berlinreise als Hauptpreis einen zusätzlichen Anreiz geschaffen hatte, kräftig in die Pedale zu treten. Dass dies nicht nur die Gesundheit förderte, sondern auch stets einem guten Zweck diente, würdigten neben MdB Schmidt der Landtagsabgeordnete Hans Herold, der Bezirksrat Thomas Zehmeister, Neustadts Erster Bürgermeister Klaus Meier sowie BLSV-Ehrenkreisvorsitzende Hildegard Schlez und in der erneuten Rolle des Schirmherrn Landrat Helmut Weiß, der auch den Startschuss für die erste Tour des Jubiläumsjahres gab.

Seit 1999 Touren organisiert

Denn seit 1999 organisiert Helmut P. Schuh Benefizradtouren, die zunächst über Tausende Kilometer gingen. So wurde bei der ersten Fahrt von Fürth aus die französische Partnerregion Limousin angesteuert, ging es unter anderem über die Alpen und nach Berlin oder wurde zu "7.300 Kilometer gegen den Krebs" gestartet. Mit jedem Kilometer drehte sich auch das "Spendenrad" für soziale und gemeinnützige Zwecke, für die bisher 196.000 Euro an Spendengeldern gesammelt wurden.

Eine Summe, der in allen Grußworten zum großen Finale großer Respekt gezollt und Organisator Schuh gewünscht wurde, zum Abschluss seiner einmaligen Initiative "die 200.00-er Marke zu reißen". Seine Aktionen rund um das Fahrradfahren, die Region und den guten Zweck hätten sich in all den Jahren zu einem festen Bestandteil in der Region entwickelt. "Ohne seine Benefizaktion wird der Veranstaltungskalender des Landkreises um ein großes Stück ärmer sein", ist der Minister a, D. Schmidt überzeugt. Doch das Danach spielt erst zum Ende des Jahres eine Rolle. In das startete Helmuth P. Schuh mit der Anerkennung für sein "außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement über zwei Jahrzehnte hinweg", das "höchsten Respekt verdient", was alle Grußredner zum Ausdruck brachten.

Auf Erfolgsgeschichte stolz sein

Landrat Helmut Weiß, der bei strahlendem Sonnenschein als Schirmherr ein leichtes Amt hatte – Schuh verlor seine Weißbierwette auf "Regen wie so oft" gerne – bewunderte, wie es dem Organisator der Benefiztouren gelang, immer wieder so viele Menschen für seine Radsportaktionen zu begeistern, bei denen stets "das Radeln für einen guten Zweck im Vordergrund gestanden" habe.

Weiß sprach von einer Erfolgsgeschichte auf die Helmuth P. Schuh sehr stolz sein könne. Zu dieser großartigen Erfolgsgeschichte hätten auch die vielen Radlerinnen und Radler beigetragen, galt diesen die Anerkennung des Landrates ebenso, wie all jenen, die diese Benefizaktion förderten. Weiß wies auf die geführten und die Solotouren hin und hob das Jubiläumsfest am 8. September auf dem Neustädter Marktplatz mit vielen Aktionen rund um das Thema Radfahren heraus.

Promifahren für Sternstunden

Helmuth P. Schuh, der ein paar Höhepunkte der 20 Jahre reflektierte, wird bei dieser Aktion mit einem "20-Meter Zeitfahren" mit dem Sieg für den langsamsten Teilnehmer für ein Highlight sorgen und hofft auch bei einem "Promifahren" auf einen stattlichen Erlös für die "Aktion Sternstunden". Alle bei den Touren eingefahrenen Spenden kommen lokalen Einrichtungen zugute, beim Auftakt den Kindergärten Schauerheim und Emskirchen, wo Rast gemacht wurde, ehe es zum Ziel Gutenstetten ging und im "Radlertreff" die einstige Karpfenkönigin Katrin Uano einmal mehr ihres Amtes als Glücksfee bei der Ziehung der Tagespreise waltete.

Vorbildrolle gelebten Ehrenamtes

Helmuth P. Schuh sei zum Synonym für Radfahren in der Region geworden, würdigte MdL Hans Herold seine Aktion mit der Bewunderung des sozialen Ertrages. Bezirksrat Thomas Zehmeister betonte Schuhs Vorbildrolle für den Radsport ebenso wie für das engagierte Ehrenamt, wofür ihm der Ehrenbrief des Bezirks verliehen worden sei. Auch Neustadts Bürgermeister Klaus Meier bewunderte das "Lebenswerk" des "ungeheuer aktiven" Helmuth P. Schuh als "echtes Vorbild" und betonte zugleich die Anerkennung für sein ausgezeichnetes Netzwerk an Helfern und Sponsoren.

Für den Bayerischen Landessportverband, der Schuh schon besonders ehrte, dankte ihm Hildegard Schlez für sein jahrzehntelanges, ehrenamtliches, uneigennütziges, dafür aber "nutzbringendes Wirken mit unerschöpflichen Ideen". Falls er weitere Ideen haben sollte, nachdem er Ende des Jahres sein "Benefizrad in die Ecke stellte", kann sich Helmuth P. Schuh auch weiterhin seiner Unterstützung sicher sein, versicherte ihm augenzwinkernd Bürgermeister Klaus Meier. Der mochte sich bei dem nach so vielen Anstrengungen über 20 Jahre gegönnten "Ruhestand" wie viele in der Runde Neustadt und den Landkreis ohne "Strampeln in Franken" noch nicht so recht vorstellen. 

Harald J. Munzinger

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