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Zenngrundbahn: Die Elektrifizierung lässt weiter auf sich warten

Zunächst muss ein drittes Gleis gebaut werden - 07.01.2020 21:44 Uhr

Die Zenngrundbahn im Oktober 2019 bei Laubendorf - sie wartet schon lange auf ein drittes Gleis. © Hans-Joachim Winckler


 Auf einer Verkehrskonferenz, die am Dienstag in Adelsdorf bei Neuhof an der Zenn stattgefunden hat und bei der Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) anwesend war, hofften Vertreter der Kommunen auf Antworten: Wie geht es mit der geplanten Elektrifizierung der Zenngrundbahn weiter? Was sie hörten, stellte die meisten jedoch nicht zufrieden.

Helmut Weiß (CSU) erhob die Stimme. Dem Landrat des Kreises Neustadt/Aisch-Bad Windsheim reicht es. Alles hänge vom dritten Gleis zwischen Fürth und Siegelsdorf ab, sagte er. Dieses soll dort gebaut werden, um die schon jetzt viel befahrene zweigleisige Zugstrecke – auf diesem Abschnitt fährt auch die Zenngrundbahn – zu entlasten. Das Gleis ist die Voraussetzung für die Elektrifizierung der eingleisigen Zenngrundbahn. Auf der Gesamtstrecke Markt Erlbach-Nürnberg könnte dann mit einem höheren Takt gefahren werden. Das dritte Gleis erhöht auf der bisher zweigleisigen Strecke Fürth-Siegelsdorf die Kapazität. 

Planung des dritten Gleises soll 2020 beginnen

Zwar ist das dritte Gleis im Bundesverkehrswegeplan und im Bedarfsplan Schiene enthalten, doch es fehlt letztendlich der Auftrag des Bundes an die Bahn, mit der Planung des Gleises zu beginnen. 

Seit Jahren rede man über das dritte Gleis, sagte Weiß und fügte hinzu: "Planung bedeutet ja noch lange nicht Umsetzung." Der Fürther Landrat Matthias Dießl (CSU) betonte ebenfalls: Alles stocke wegen des dritten Gleises. "Es ist wichtig, dass wir Klarheit bekommen." Ein wenig Klarheit verschaffte nicht Reichhart, sondern der Bundestagsabgeordnete Christian Schmidt (CSU) aus Fürth, der im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn sitzt. Nach seiner Aussage soll mit der Planung des dritten Gleises noch heuer begonnen werden. 

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