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Samstag, 11.07.2020

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1. Juli 1970: Es riecht der See…

Spaziergänger am Wöhrder Talübergang rümpfen Nase - 01.07.2020 07:00 Uhr

So sieht es am Wöhrder See aus: die Uferstreifen versanden. © Kammler


NN: Es fällt auf, daß der Wasserspiegel des Wöhrder Sees zur Zeit sehr niedrig und eine zuweilen schmutzige Farbe hat. Ist dies auf die langen, heißen und regenlosen Tage zurückzuführen?

H. J. Kesten: "Die Pegnitz bringt jetzt natürlich weniger Wasser. Doch der augenblicklich niedrige Wasserstand im See ist ausschließlich auf die noch nicht abgeschlossenen Bauarbeiten zurückzuführen. Durch das letzte, lang anhaltende Hochwasser konnten wir spät starten."

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NN: Der Wasserspiegel wird also bewusst .niedrig gehalten?

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H. J. Kesten: "Ja. Der Wasserstand muß niedrig sein, wenn wir mit unseren Geräten noch kontrollierbar arbeiten wollen. Jeder Kubikmeter Erde, den wir bei hohem Wasserstand aus dem See herausholen würden, würde viel Geld kosten. Wenn wir mit den Arbeiten fertig sind, gehen wir mit dem See wieder auf 2,20, 2,50 Meter hoch."

NN: Es ist also ausgeschlossen, dass in einem langen heißen Sommer bei einer wenig Wasser führenden Pegnitz der Wöhrder See zu einer stinkenden Kloake wird. Kann man das sagen?

H. J. Kesten: "Man kann nicht sagen, dass es unmöglich wäre. Aber wir hoffen es."

S. R.

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