12. Februar 1971: Die Spitzenstellung wurde behauptet

12.2.2021, 07:00 Uhr

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Nach dem Bericht der Messeleitung werden bis zum Schluß der Messe 19.800 Einkäufer die Messe besucht haben, auf der 1.357 Firmen aus 32 Nationen das unbestritten größte Spielzeugsortiment der Welt vorstellen.

Bis zum sechsten Tag haben 19.168 Einkäufer aus 62 Ländern die Messe besucht. Auffallend ist dabei, daß die Zahl der Besucher aus Übersee gegenüber der letzten Messe noch zugenommen hat. Die Reihenfolge der Länder mit den meisten Auslandsbesucherzahlen: Frankreich, Österreich, Niederlande, Italien, Schweiz, Belgien, USA.

Wegen des „langen Samstags“ und wegen des Faschingsgeschäftes ist die Messe von einer Reihe von kleineren Fachhändlern nur relativ kurz besucht worden. Die größeren Geschäfte und auch die Einkäufer von Organisationen, Versandhandel und Warenhäusern jedoch bearbeiten das umfangreiche Sortiment bis zur letzten Stunde.

Kampf um Auslandsmärkte

Die Geschäftsergebnisse werden – wie im letzten Jahr – von „befriedigend“ bis „ausgezeichnet“ bezeichnet, wobei die Standardsortimente mit einem normalen bis sehr guten Geschäft rechnen, während bestimmte Gruppen, über die im einzelnen noch zu berichten sein wird, mit sehr gutem bis ausgezeichnetem Geschäftsverlauf abschließen werden.

Die Exportverhandlungen für die deutsche Industrie waren wegen der deutschen Aufwertung und der Abwertung in anderen Ländern und wegen der gestiegenen Preise teilweise zäh, jedoch haben es viele Hersteller offenbar vorgezogen, auch bei gedrückten Preisen Abschlüsse zu tätigen, um bestimmte Auslandsmärkte nicht zu verlieren.

Die Preise lagen im Durchschnitt 8 bis 12 v. H. höher als im Vorjahr; einzelne Waren und Artikelgruppen mit hohem Lohnkostenanteil lagen teilweise noch erheblich darüber. Andererseits wurden aber auch bei den ausländischen Herstellern Preiserhöhungen bis zu 10 v. H. registriert.

Aus den Ergebnissen der einzelnen Branchen einige Stichworte: mechanisches Spielzeug meldet recht gute Ergebnisse vor allem bei neuen Artikeln. Normalen Geschäftsverlauf mit leicht steigender Tendenz gab es beim Holzspielzeug. Die Preiserhöhungen gingen bis 10 v. H.; das Exportgeschäft erwies sich als zäh.

Bei Puppen stellte sich der Markt für die Einkäufer etwas übersichtlich dar. Weiterhin sehr gefragt waren neben konservativen Puppen auch wieder mechanische Puppen. Die Preiserhöhungen lagen hier, wie auch beim übrigen Mädchenspielzeug, zwischen 4 und 8 Prozent.

Reges Interesse verzeichneten die Hersteller von Modellbahnen und Modellbausätzen und von übrigem Eisenbahnzubehör. Hier ist auch das Exportgeschäft sehr gut verlaufen.

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