19. Februar 1971: Kostprobe Urlaub 71

19.2.2021, 07:00 Uhr

© Ulrich

In einer Pressekonferenz verriet Ausstellungsleiter Heiko Könicke von den AFAG-Ausstellungen, was die Besucher – 1969 waren es 44.000 – alles erwartet. 96 Firmen und Verbände teilen sich die 1300 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Unter den 120 Booten (vom Schlauchboot über die Segeljolle bis zum hochseegängigen Kajütkreuzer) finden sich zahlreiche Neuheiten.

Caravaner und Camper finden auf „Urlaub 71“ ihre Traumausrüstung. Über 100 Caravans werden aufgefahren. 15 Fabrikate vom kleinen Faltwagen bis zum rollenden Bungalow mit Dusche, WC, Waschraum, Küche und Kinderabteil treten zum Wettbewerb um den kritischen Käufer ein.

Es wird sogar ein schwimmfähiger Caravan angeboten: Rückfenster hochklappen und Outborder anhängen – schon kann er die Straße verlassen und in See stechen. Der Camper wiederum findet ein reichhaltiges Angebot an Zelten, Ausrüstung und Zubehör.

Tauchsport wird aktuell

Für Leute, die nach der „daham ist daham“-Devise leben, ist vielleicht das Gartenhaus, der „Arizona-Pool“ oder die Heimsauna interessant. „Miß Bayern 71“, die Gymnasiastin Ilse Stadelmann, ist Star einer Bade- und Strandmodenschau.

Schließlich wird die für Europa einmalige Unterwasser- und Tauchsport-Schau des Ungarn Janos Hollosi geboten. Der Diplomsportlehrer hat bei seinen alljährlich durchgeführten Tiefsee-Expeditionen 4.000 zum Teil unbekannte Meerestiere zusammengetragen; darunter Haifische und merkwürdige Stachelhäuter. Sein Beitrag ist vor allem für Schulen empfehlenswert.

Des großen Erfolges in Nürnberg wegen haben die AFAG-Ausstellungen auch wieder einen Racing-Simulator in einem original Lotus-Rennwagen eingeplant. Der Besucher kann damit den Weltmeisterschaftskurs von Silverstone abfahren.

Gestern fiel unter die kahlen Bäume und auf den Schneematsch vor dem Stadtpark-Restaurant ein kleiner Sonnenstrahl. Heiko Könicke hatte in diese naßkalte Umgebung ein schnittiges Boot, einen 29.000-Mark-Luxus-Wohnwagen und einen Lotus-Rennwagen stellen lassen. Dann trugen Bayerns Schönste, Ilse Stadelmann und ihre attraktive Vize-Schönheitskönigin, Petra Pillenstein aus Fürth, ihre zarte „Gänse“-Haut zum Markte. Sie waren begehrte Motive der nordbayerischen Pressefotografen. Mit ihnen fror ein Mannequin aus dem Studio Rebensburg.

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