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22. September 1965: Es wird "beschallt"

Morgen wird das ausgebaute Luftschutz-Warnnetz erstmals erprobt - 22.09.2015 07:00 Uhr

Eine der zehn neuen Preßluftsirenen steht auf dem Dach des Fernmeldegebäudes in der Karolinenstraße. Ihr Heulen wird in der ganzen Altstadt zu vernehmen sein. © NN


Dies teilte in einer Konferenz, zu der auch Vertreter des Bundesamtes für zivilen Bevölkerungsschutz in Bad Godesberg und des Warnamtes IX in Ansbach erschienen waren, der Leiter des Nürnberger Amtes für Zivilschutz, Stadtrat Albert Bleistein, mit.

Die zehn neuentwickelten Preßluftsirenen, von denen jede 55.000 DM plus 30.000 DM Montagekosten erfordert hat, sind nun fertig aufgebaut, fünf davon auf Gebäuden – der früheren Kongreßhalle, dem Fernmeldeamt in der Karolinenstraße, dem Justizpalast, dem Finanzamt Kobergerstraße und der Lutherschule – fünf auf 22,5 Meter hohen Rohrtürmen – in Langwasser, am Rechenberg, in Zerzabelshof, am Bauernwald in Loher Moos und im Gaswerk.

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Die Preßluftsirenen, die in 30 Meter Abstand eine Lautstärke von 122 Phon erzeugen – der normale Geräuschpegel im Straßenverkehr steigt zur Zeit des Spitzenverkehrs bis auf 95 Phon – können ein Gebiet von 4,24 Quadratkilometer „beschallen“, die elektrischen Sirenen mit 101 Phon dagegen nur 0,066 qkm.

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Beim Probealarm am Donnerstag, der sich den ganzen Vormittag hinzieht, werden auf Veranlassung des Bundesamts für zivilen Bevölkerungsschutzund der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig 64 Meßtruppes – 59 davon werden durch die Bereitschaftspolizei gestellt – an 500 Stellen die Lautstärke messen. Es soll dabei ermittelt werden, ob die Sirenen an allen Stellen im Stadtgebiet gehört werden können, oder ob noch weitere Alarmanlagen errichtet werden müssen. Das Ziel ist, im gesamten bewohnten Stadtgebiet eine Mindestlautstärke von 60 Phon zu erreichen. 

NN

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