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23. Oktober 1969: 50 Jahre "Wohnungsgenossenschaft Noris"

Es begann mit 24 Wohneinheiten der Straßenbahner-Baugenossenschaft - 23.10.2019 07:03 Uhr

Eines der Projekte der Wohnungsgenossenschaft Noris: 280 Wohnungen in Langwasser. Das gemeinnützige Unternehmen wollte gute und preiswerte Wohnungen bauen. © Bauer


Damals wurde die „Straßenbahner-Baugenossenschaft Nürnberg“ gegründet, die zwei Jahre später, im Jahre 1921 mit dem Bau von 24 Wohnungen für Straßenbahner in der Maiach- und der Jäckelstraße begann. Aus 24 Wohnungen sind inzwischen 2081 geworden, die Genossenschaft erhielt ihren heutigen Namen und die 2248 Mitglieder sind nicht mehr nur Straßenbahner, sondern gehören fast allen Berufsgruppen an.

Das Unternehmen hat 50 bewegte Jahre hinter sich. Die ersten Wohnungen wurden wegen des großen Andrangs durch Losentscheid vergeben. Der Mietpreis betrug für die 3-Zimmer-Wohnung zwischen 690 und 750 Mark – aber nicht der Komfort, sondern die Inflation bestimmte diesen Preis.

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Dabei darf bei den ersten Wohnungen sogar von einem aufsehenerregenden Komfort gesprochen werden. Denn sie hatten ein Bad; zwar in einer Nische der Küche installiert, aber immerhin ein Bad ... mit Gasheizung. Die „Wohnungsgenossenschaft Noris“ wurde 1942 mit der Baugenossenschaft „Bürgerheim“ verschmolzen, einem tüchtigen Unternehmen, das 34 Mietshäuser mit 326 Wohnungen einbrachte. Doch was Stein auf Stein mühsam aufgebaut worden war, geriet ins Bombenfeld des Krieges. Von 711 Wohnungen wurden 110 völlig vernichtet, 603 Wohnungen wurden zum Teil bis zu 50 Prozent zerstört.

280 Wohnungen

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Nach dem Kriege begann eine gewaltige Aufbauarbeit, die bis zum jetzigen Stand von 2081 Wohnungen führte. Die größte Bauleistung in einem Stück war das Projekt Mommsenstraße, wo im Jahre 1950 302 Wohnungen entstanden. Das letzte Glanzstück findet man in Langwasser – Nachbarschaft U. Hier wurden zwischen 1966 bis 1969 19 Häuser mit 280 Wohnungen und eine Tiefgarage errichtet. Stolz konnte die Vorstandschaft im letzten Geschäftsbericht feststellen, daß ein ansehnlicher Beitrag zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse – hauptsächlich für Personen mit niedrigem Einkommen – erbracht wude. Und längst zahlen nicht mehr nur Straßenbahnbedienstete die Miete. Am Freitag soll in einem Festakt im Hotel „Deutscher Hof“ Geburtstag gefeiert werden. 15 Gründungsmitglieder, die von der ersten Stunde an dabei waren, werden besonders geehrt.

S. R.

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