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25. Mai 1969: Hoher Besuch beim Hausgerätehersteller AEG

Gesundheitsministerin Strobel erhält viele Anregungen für den Haushalt - 25.05.2019 08:42 Uhr

Frau Käte Strobel, hinter ihr MdB Max Seidel, im freundlichen Gespräch am Prüfstand der Waschautomaten. © Bauer


Die Führung hätte in der Tat nicht sachkundiger sein können, denn der Vorsitzende des Vorstands der AEG- und Telefunken-Gruppe und Leiter des Geschäftsbereichs Haushaltsgeräte, Generaldirektor Dr. Hans Bühler, seit fast vier Jahrzehnten gerade mit dem Nürnberger Werk und seiner Entwicklung eng verbunden, empfing die Frau Minister und gab in einem Vortrag einen gedrängten Überblick über die starke Aktivität der AEG-Gruppe in Bayern und Franken. Sie betreibt Fertigungsbetriebe in Nürnberg, Rothenburg o. T., Zeil a. M., Gräfenberg, Lauf, Lindau, Ingolstadt und Regensburg, bald auch in Uffenheim, mit rund 20 000 Beschäftigten, davon allein 13 000 in Mittelfranken und 5100 in Nürnberg.

Viele Frauen beschäftigt

Im Nürnberger Werk, das bald durch ein großes Versandlagerhaus erweitert werden soll, werden in der Hauptsache zahlreiche Typen von Waschautomaten, Raumheizgeräten, Geschirrspülmaschinen und anderen Haushaltsgeräten produziert, davon etwa ein Viertel für den Export. Beim Rundgang durch die weiten Hallen konnte man sich davon überzeugen, daß 40 v. H. der Belegschaft weibliche Arbeitskräfte sind. Auch der Anteil der Ausländer, vor allem der Griechen, ist mit 1600 (= 22 v. H.) seit Jahren recht hoch. An den Sprachschwierigkeiten scheiterte deshalb leider auch manches Gespräch, das Frau Strobel anknüpfen wollte.

Es fand sich diesmal auch keine frühere Schulkameradin der Frau Minister wie in manchen anderen Betrieben vorher, aber sie kam doch noch zu ihrem Blumenstrauß: der Vorsitzende der SPD-Betriebsgruppe, Simon Volt, lag mit einem Gebinde roter Nelken im Hinterhalt. Frau Strobel war vom SPD-Bezirksvorsitzenden MdB Max Seidel und von Bundestagskandidat Hans Batz begleitet, der selbst als Elektroschweißer und Betriebsratsmitglied seit langen Jahren dem AEG-Werk angehört und aus eigener Kenntnis das gute partnerschaftliche Verhältnis des Betriebsrats mit der Betriebsleitung rühmte. Die Bundesgesundheitsministerin war von dem Geschehen stark beeindruckt und nahm manche Anregungen mit. Für ihr Amt und für ihren Haushalt.

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