27. August 1968: Die Wartezeit ist zu Ende

27.8.2018, 07:12 Uhr

© Bauer

"Aus zwei mach‘ drei" war das Motto, unter dem diese Umgliederung und Neueinteilung für einen Großteil der Südstadt stand. Die beiden Fernsprech-Vermittlungsstellen Schweinau (im Ambergerschulhaus) und Süd (im Postamt BuImannstraße) waren den gestiegenen Anforderungen schon lange nicht mehr gewachsen. Zwischen sie schiebt sich nun ein neuer AnschIußbereich – im Westen und Norden durch die Bahnlinie nach Schwabach, im Osten durch die Gugel- und Markgrafenstraße, im Süden durch die zukünftige Kanaltrasse begrenzt – für zunächst 4.130, im Endausbau sogar 7.700 Fernsprechanschlüsse.

Die Kosten bezifferte Oberpostdirektor Dipl.-Ing. Kurt Laubner, der Leiter des Fernsprechamtes 2, bei einem Besichtigungsrundgang auf rund 4,3 Mill. DM. Das billigste daran war noch der Neubau, der 900.000 DM erfordert hat; die umfangreichen Kabel-Arbeiten, die auch etwa eineinhalb Jahre gedauert haben, kosteten 1,2 Mill. DM, die Inneneinrichtung mit den Selbstwählern und den Prüfgeräten schluckte sogar 2,2 Mill. DM. Dafür ist nun allerdings auch für etwa 350 Bewerber die Wartezeit auf einen Telefonanschluß vorüber, für weitere 150 Wartende in Bälde nach Ausbau des Anschluß-Netzes.

Die neuen Rufnummern der Vermittlungsstelle Steinbühl, die ab heute gelten, beginnen alle mit 41 oder 42. Im Amtlichen Fernsprechbuch sind sie bereits in spitzen Klammern eingetragen. Wer versehentlich noch die alte Rufnummer wählt, wird durch ein besonderes Signal und eine Tonband-Ansage auf die neue Rufnummer hingewiesen.

Die Vermittlungsstelle Steinbühl, aus Bundesmitteln zur Wirtschafts-Ankurbelung errichtet, ist die 29. von 40 neuen Vermittlungsstellen im Ortsnetz Nürnberg-Fürth, die insgesamt notwendig sind, um alle Wünsche der heutigen und zukünftigen Fernsprechteilnehmer zu erfüllen. Der 30-Jahr-Plan, den die Oberpostdirektion Nürnberg für dieses Ortsnetz aufgestellt hat, hat also die Halbzeit schon weit überschritten und nähert sich Zug um Zug seinem Abschluß.

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