Aktivspielplatz sucht Spender

25.3.2021, 20:21 Uhr
Liedermacher El Mago Masin vor der sanierungsbedürftigen Bühne am Aktivspielplatz Grünewaldstraße, für die bis zum 31. März noch viele Spenden gesammelt werden müssen.

Liedermacher El Mago Masin vor der sanierungsbedürftigen Bühne am Aktivspielplatz Grünewaldstraße, für die bis zum 31. März noch viele Spenden gesammelt werden müssen. © Foto: Peter Romir

"Auf dem Aktivspielplatz an der Grünewaldstraße, da gibt es eine Bühne. Da kann grad keiner etwas präsentieren, die müsste man sanieren", singt der Liedermacher El Mago Masin. Er steht auf dem 6000 Quadratmeter großen Riesengelände des Aktivspielplatzes Grünewaldstraße in Maxfeld.

Wie auf Aktivspielplätzen üblich sind dort viele von Kindern selbstgebaute Holzhäuser zu sehen – aber eben auch diese ganz besondere Bühne. Sie wurde vor neun Jahren errichtet und orientiert sich mit ihrer elegant geschwungenen Konstruktion an einem Entwurf von Leonardo Da Vinci.

"Auf der Bühne können die Kinder spielen, aber wir machen auch angeleitete Projekte dort", erzählt uns Katja Masin vom "Kinderhaus", der Trägereinrichtung des Spielplatzes. "So haben wir letztes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Theater Mummpitz ein Theaterprojekt entworfen, das dann aber wegen Corona abgesagt werden musste." Was in diesem Fall vielleicht ganz gut war. Denn bei der Vorbereitung des Projekts fiel den Macherinnen auf, dass die schicke Bühne langsam schon ziemlich wackelig geworden ist: "Da können wir keine Kinder mehr drauflassen – wir müssen sanieren."

Die unfreiwillige Betriebspause des Spielplatzes durch Corona würde sich auch gut für solche Arbeiten anbieten. Doch das Projekt hat es in sich: "Wir haben verschiedene Angebote eingeholt, die meisten waren im Bereich von 30.000 Euro", erzählt Katja Masin. "Zum Glück hat uns dann eine Schreinerei aus Gostenhof ein Angebot von 12.500 Euro gemacht und die Bürgerstiftung Nürnberg unterstützte uns freundlicherweise mit einer großen Summe."

Um das restliche Geld zu organisieren, startete der Spielplatz eine Sammel-Kampagne über die N-Ergie-Crowd-Plattform. "Wir haben da das Maximal-Ziel von 5 000 Euro angegeben – und waren damit vielleicht etwas zu optimistisch", meint Masin. Denn bei der N-Ergie gilt: Alles oder nichts. Das bedeutet: Wenn die gewünschte Summe innerhalb eines Monats nicht erreicht wird, bekommen die Spender ihr Geld zurück und der Spielplatz geht leer aus.

Und nun tickt die Uhr: Am 31. März läuft die Frist ab und bisher sind lediglich 2882 Euro zusammen gekommen. Deshalb legt sich das Spielplatz-Team jetzt noch mal richtig ins Zeug und organisiert kleine Präsente für die Spenderinnen: "Wir können natürlich keine Bandenwerbung machen wie ein Sportverein oder besondere Produkte anbieten", sagt Masin. "Aber die Kinder haben Gedichte geschrieben und Bäume gepflanzt, die dann den Spenderinnen gewidmet werden." Und da die N-Ergie auf jeden gespendeten "10er" selbst einen drauflegt (solange der entsprechende Top nicht ausgeschöpft ist) ist das Ziel ja schon in greifbarer Nähe. Oder wie Mago Masin singt: "Ein paar Euro sind doch sicher drin – gemeinsam kriegen wir das hin."

Weitere Informationen zur Spendenaktion gibt es auf der Seite der N-Ergie.

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