Alles neu beim Volksbad in Nürnberg: Das sind die Pläne

Diese Pläne zeigen, wie das Volksbad einmal aussehen könnte.

Diese Pläne zeigen, wie das Volksbad einmal aussehen könnte. © Stadt Nürnberg

Der Clou ist ein Hebeboden, der aus einem der Schwimmbecken abends und an Wochenenden einen spektakulären Raum für Tagungen und Events macht. Die ersten Anfragen dazu gibt es schon, sagte Christian Pröbiuß vom Projektteams Volksbad. Er stellte am Freitag die Pläne für die Wiederbelebung des zweistöckigen Jugendstilbads vor, das seit 1993 geschlossen ist. "Es ist ein anspruchsvolles Projekt. Wir haben ein großes Gebäude mit 62058 Quadratmeter Gesamtfläche, aber wenig zusammenhängenden Flächen." Auch Barrierefreiheit und Denkmalschutz seien echte Herausforderungen bei der Sanierung des Gebäudes, das 1914 eröffnet wurde.

Damals galt das städtische Bad als größte und modernste Anstalt dieser Art im deutschsprachigen Raum. Zukünftig soll das Volksbad zwei Zugänge erhalten: den bisherigen Haupteingang in der Rothenburger Straße und einen neuen neben dem zu bauenden Parkhaus. Eine Befragung der städtischen Bäderverwaltung NürnbergBad hatte ergeben, dass rund 60 Prozent der zukünftigen Volksbad-Besucher mit dem Auto kommen möchten, obwohl das Volksbad mit seiner Lage am Plärrer sehr gut an den öffentlichen Nachverkehr angebunden ist.

Bürgermeister Christian Vogel und Christian Pröbiuß erklärten im Werkausschuss, wie es nun weitergeht: Im April 2020 gibt es eine erste Kostenschätzung. Spannend ist, wie weit diese von den prognostizierten rund 55 Millionen Euro entfernt ist. Bis Juli 2020 wird die Entwurfsplanung mit sehr genauer Kostenschätzung erarbeitet. Dann entscheidet der Stadtrat, ob das neue Volksbad kommt oder nicht. Wenn ja, wird ab 2021 endgültig gebaut, 2024 könnte das Volksbad seine Wiedereröffnung feiern.