Sonntag, 15.12.2019

|

Anti-Terror-Übung am Hauptbahnhof: Das müssen Sie beachten

Über 1000 Einsatzkräfte nehmen teil - Zugverkehr ist beeinträchtigt - 15.10.2019 18:27 Uhr

Vor dem Hauptbahnhof beginnen die Einsatzkräfte ihre Übung. © Alexander Brock


Wer in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch am Hauptbahnhof in Nürnberg unterwegs ist, sollte sich auf Schusslärm, Schreie und sonstige angsteinflößende Szenarien gefasst machen: Von 20 Uhr bis 5 Uhr wird dort eine Anti-Terror-Übung stattfinden, bei der die Münchner Bundespolizei zusammen mit der Polizei Nürnberg, der Berufsfeuerwehr und Rettungsdiensten mitmacht. 

Bei dem groß angelegten Testlauf geht es darum, die Einsätze gegen terroristische Täter sowie die Rettung und Versorgung verletzter Personen unter realistischen Bedingungen zu trainieren. Insgesamt 1000 Einsatzkräfte nehmen an der Übung teil.

Pendler müssen einiges beachten

Von 20.30 Uhr bis 5 Uhr werden West- und Mittelhalle, Ober- und Untergeschoss des Hauptbahnhofs sowie die Bahnsteige 1 - 5 des Hauptbahnhofes für die Öffentlichkeit gesperrt. Reisende gelangen dann nur noch über die Osthalle und den Südostausgang zu den Gleisen. Das Parkhaus kann jedoch angefahren werden. Außerdem wird die Eilgutstraße bereits ab 14 Uhr, die Celtisunterführung ab 17 Uhr sowie der Bahnhofsvorplatz, in Fahrtrichtung Marientunnel, ab 19 Uhr gesperrt.

Auch die Züge fahren nicht wie gewohnt: Die Linie S1 Nord wendet am Fürther Hauptbahnhof und fährt von dort aus wieder zurück. Fahrgäste, die vom Fürther Hauptbahnhof nach Nürnberg fahren möchten, sollen auf den Regionalverkehr ausweichen. Die Linie S1 Ost wendet in Mögeldorf, zwischen Mögeldorf und dem Hauptbahnhof wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Die Linie S2 Süd wendet in Schwabach, zwischen Schwabach und dem Hauptbahnhof wird es einen Schienenersatzverkehr geben. Die Linie S2 Ost wendet an der Haltestelle Frankenstadion, auch hier richtet die Bahn einen Schienenersatzverkehr für Fahrgäste, die zum Hauptbahnhof müssen, ein. 

Entgegen der vorangegangenen Meldung besteht auf der Strecke zwischen Feucht und Nürnberg Hbf kein Schienenersatzverkehr. Fahrgäste ab Nürnberg Hbf nutzen bitte den Schienenersatzverkehr nach Nürnberg Frankenstadion und steigen dort in die S2 nach Feucht um.

Bilderstrecke zum Thema

Ausnahmezustand am Hafen: Nürnberg übt den Katastrophenfall

Am Samstag haben Nürnberger Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Rettungsdienste und des THW den Katastrophenfall geübt. Das Übungsszenario war der Brand eines Großtanks mit insgesamt zwölf Verletzten am Nürnberger Hafen. Insgesamt waren 900 Personen beteiligt. Um die Lage weiter zu verschärfen, kollidierte ein besetzter Nahverkehrsbus mit der Hafenbahn. Als Teil der Übung wurden die Verletzten auch in die Nürnberger Krankenhäuser gebracht.


Der Haltepunkt für den Schienenersatzverkehr, der zwischen umliegenden S-Bahnhöfen und dem Hauptbahnhof pendelt, wird nicht wie ursprünglich vorgesehen am Süd-West Ausgang (Nelson-Mandela-Platz) eingerichtet. Er wird auf die Ost-Seite des Bahnhofsplatzes Höhe Großbaustelle der Post verlegt.

Polizei beantwortet Fragen am Bürgertelefon

Um Fragen der Bürger zu der großen Übung beantworten zu können, hat die Bundespolizei und Landespolizei ein Bürgertelefon eingerichtet, unter dem man die Beamten von 15. Oktober 2019, 8 Uhr, bis 16. Oktober, 8 Uhr, erreichen kann. Die Rufnummer lautet: (09 11) 20 55 51 - 1 07. Aktuelle Informationen erhält man auch auf den Social-Media-Kanälen Twitter @bpol_by und @PolizeiMFR sowie über Facebook @polizeimittelfranken und Instagram polizeimfr. Über Änderungen im Fahrplan informiert die Bahn AG auf ihrer Homepage.

bro

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus: Nürnberg