Bildungskrise

"Arroganz" und "Staatsversagen": Ex-Schulleiter sieht Lehrermangel als selbst verschuldet an

Ella Gößelein

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Redakteurin Kathrin Walther
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Ressort Kinder, Familie und Bildung

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28.8.2022, 05:54 Uhr

© Uli Deck/dpa/Symbolbild

Gunther Reiche (65) war etwa 40 Jahre lang als Lehrer tätig. Zuletzt leitete er zwölf Jahre lang die Konrad-Groß-Schule in Nürnberg. Er habe immer gerne an der Schule gearbeitet berichtet der frisch pensionierte Lehrer. Doch inzwischen sieht er das System in einer Krise, die seiner Meinung nach voller die Kinder ausbaden müssen.

"Das Problem liegt aus meiner Sicht in München. Was dort passiert, ist meiner Meinung nach ein komplettes Staatsversagen." Das Problem des Lehrermangels werde von Seiten der CSU-Regierung in München mit Arroganz übergangen, so Reiche.

Die Aussage, dass sich das bayerische Schulsystem bewährt hat, sei eine Lüge. Dabei seien Kinder die Ressource für die Zukunft. "Öl haben wir nicht, Gas haben wir nicht - die Ressourcen, auf die wir sicher bauen können, sind Kinder und ihre Bildung. Und deshalb müssen wir investieren."

Gunther Reiche, frisch pensionierter Schulleiter Konrad-Groß-Schule..

Gunther Reiche, frisch pensionierter Schulleiter Konrad-Groß-Schule.. © EDuard Weigert, NNZ

Doch nicht nur der Lehrermangel sei ein Problem. Laut Gunther Reichelt müsse das Schulsystem als ganzes hinterfragt werden.

Warum sich Gunther Reichelt besonders große Sorgen um Grund- und Mittelschulen macht und was er von der Politik fordert, lesen sie auf NN.de.

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