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Ausgangssperre und Distanzunterricht: So geht's in Nürnberg weiter

Inzidenzwert muss sieben Tage unter 100 bleiben - 23.02.2021 10:49 Uhr

Und wieder herrscht gähnende Leere. Zumindest in zahlreichen Klassenzimmern in Nürnberg.

08.02.2021 © Inderlied/Kirchner-Media via www.imago-images.de


100 ist die magische Zahl. An der Höhe dieses Inzidenzwerts hängt im Moment vieles. Nur kommt es dabei nicht auf den Tag an.

Wie hoch ist die Inzidenz in Nürnberg?

Aktuell liegt der Wert wieder unter 100. Das Robert Koch-Institut meldet am Dienstag für Nürnberg einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 99,0. Am Montag lag der Wert noch bei 101,5. Es war seit dem 4. Februar das erste Mal, dass das RKI für Nürnberg einen so hohen Wert festgestellt hat. Damals lag der Inzidenzwert bei 102,5.

Was bedeutet das für die Ausgangssperre?

Die Ausgangssperre, die die Stadt am Montag wieder verhängt hat, gilt weiterhin. So ist es in der 11. bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vorgeschrieben. Erst wenn der Inzidenzwert eine Woche lang unter 100 sinkt, kann die Ausgangssperre wieder aufgehoben werden.

Bedeutet der Sieben-Tage-Inzidenzwert nicht genau das?

Nein. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert ist die Basis für die Einschätzung der Entwicklung der Corona-​Pandemie. Der Wert bildet die Fälle pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen ab. Dieser Wert muss eine Woche unter 100 liegen, bis sich etwas ändert.

Wie lange darf ich jetzt raus?

Die Ausgangssperre gilt von 22 bis 5 Uhr. Sie ist am Dienstag, 23. Februar, in Kraft getreten und gilt somit mindestens bis Montag, 1. März. Bleibt der Inzidenzwert bis Montag unter 100, kann sie wieder aufgehoben werden.

Warum wird nicht schneller reagiert?

Die Stadt will einen erneuten Anstieg der Infektionen unbedingt verhindern. "Sonst sind wir schneller in der dritten Welle als wir reagieren können und brauchen uns über die von allen gewünschten Öffnungsstrategien keine Gedanken zu machen“, sagt Oberbürgermeister Marcus König.

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Was bedeutet das für den Schulunterricht?

Die Grundschulen, Förderschulen sowie die Abschlussklassen der weiterführenden und beruflichen Schulen kehren zum Distanzunterricht zurück. Nur die Schüler der Q12 an Gymnasien, Berufsschüler mit Abschlussprüfungen vor Ostern und die 12. und 13. Klassen der Fachoberschulen und Berufsoberschulen bleiben im Präsenz- oder Wechselunterricht.

Wann dürfen Grundschüler wieder in den Unterricht?

Anders als bei der Ausgangssperre wird das nicht strikt am Inzidenzwert festgemacht. Damit Familien mehr Planungssicherheit haben, sagt Marcus König, gilt der Distanzunterricht für diese Woche, also den restlichen Februar. "Gegen Ende der Woche werden wir entscheiden, wie es nächste Woche weitergeht“, sagt Nürnbergs Schulreferentin Cornelia Trinkl.

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Wie geht es in der Kinderbetreuung weiter?

In den Kindertageseinrichtungen gilt ab jetzt wieder die Notbetreuung. Betreut werden hier Kinder, deren Eltern sich zum Beispiel wegen ihrer Arbeit nicht kümmern können oder deren Eltern Anspruch auf "Hilfen zur Erziehung" haben. Aber auch Kinder mit Behinderung.

Warum reagiert die Stadt so?

Weil die Werte wieder steigen. Sorgen bereitet den Verantwortlichen vor allem, dass die Zahl der ansteckenderen Virus-Mutationen zugenommen hat. Sie machen mittlerweile über 20 Prozent der neuen Corona-Fälle aus.

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