Historische Bilder vom Wöhrder See: So entstand der Stausee damals

22.9.2019, 14:44 Uhr
Bereits 1959 fasste der Nürnberger Stadtrat den Beschluss für einen See im Pegnitztal. Hier sieht man die Pegnitz und ihr Tal im gleichen Jahr in ihrem ursprünglichen Zustand: Blick vom alten Wöhrder Talübergang aus in Richtung Osten zum Johann-Soergel-Weg.
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Heute befindet sich hier der Wöhrder See - so sah es 1959 aus

Bereits 1959 fasste der Nürnberger Stadtrat den Beschluss für einen See im Pegnitztal. Hier sieht man die Pegnitz und ihr Tal im gleichen Jahr in ihrem ursprünglichen Zustand: Blick vom alten Wöhrder Talübergang aus in Richtung Osten zum Johann-Soergel-Weg. © Gertrud Gerardi

Es sollte jedoch noch neun Jahre dauern, bis die Finanzierung des Bauprojekts
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Rodungsarbeiten im Pegnitztal

Es sollte jedoch noch neun Jahre dauern, bis die Finanzierung des Bauprojekts "Wöhrder See" gesichert war. Das war im Januar 1968 der Fall. Kurz darauf begannen im Pegnitztal die Rodungsarbeiten der Bäume und die Vorbereitungen für den Aushub. © Hans Kammler

Wie weit die Rodungsarbeiten Ende 1969 bereits vorangekommen sind, zeigt dieser Blick vom neuen Talübergang nach Osten in den Pegnitzgrund.
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Das freigelegte Baugebiet

Wie weit die Rodungsarbeiten Ende 1969 bereits vorangekommen sind, zeigt dieser Blick vom neuen Talübergang nach Osten in den Pegnitzgrund. © Friedl Ulrich

Der Bagger riss Bäume und Sträucher samt den Wurzeln aus dem Boden. Links hinten das Gebäude der Bayerischen Milchversorgung.
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Vorbereitung für den See

Der Bagger riss Bäume und Sträucher samt den Wurzeln aus dem Boden. Links hinten das Gebäude der Bayerischen Milchversorgung. © Friedl Ulrich

Im Mai 1968 erfolgte die Grundsteinlegung für das Noricus-Hochhaus. Die Nürnberger Nachrichten bezeichneten es als
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Grundsteinlegung für den Noricus

Im Mai 1968 erfolgte die Grundsteinlegung für das Noricus-Hochhaus. Die Nürnberger Nachrichten bezeichneten es als "Krone über dem Wöhrder See". Als Ehrengast durfte Bundesgesundheitsministerin Käte Strobel, die in Nürnberg geboren und aufgewachsen war, natürlich nicht fehlen. Links von ihr OB Andreas Urschlechter, ganz rechts im Hintergrund Baureferent Heinz Schmeißner. © VNP

In den Planungen für den Wöhrder See von 1969 waren ursprünglich Areale für  Liegewiesen, den Wassersport und für ein Freibad Pulversee vorgesehen.  An der Ostseite des neuen Gewässers sollte eine eigene Insel für Wassersportvereine entstehen.
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Der Plan

In den Planungen für den Wöhrder See von 1969 waren ursprünglich Areale für  Liegewiesen, den Wassersport und für ein Freibad Pulversee vorgesehen.  An der Ostseite des neuen Gewässers sollte eine eigene Insel für Wassersportvereine entstehen. © Hans Kammler

Ein Blick vom damaligen Pulversee (heute Freibad Bayern 07) aus auf das nordöstliche Pegnitztal im August 1969.  Rechts die Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Richtung Bayreuth. Im Hintergrund der Turm des Sebastianspitals, daneben das Tafelwerk mit seinen Schlöten.

Heute befindet sich der Fußweg eine Etage höher auf der Bahnbrücke (gegenüberliegende Seite).
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Das nordöstliche Pegnitztal zwei Monate vor seiner Flutung

Ein Blick vom damaligen Pulversee (heute Freibad Bayern 07) aus auf das nordöstliche Pegnitztal im August 1969.  Rechts die Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Richtung Bayreuth. Im Hintergrund der Turm des Sebastianspitals, daneben das Tafelwerk mit seinen Schlöten. Heute befindet sich der Fußweg eine Etage höher auf der Bahnbrücke (gegenüberliegende Seite). © Hans Kammler

Mitte Mai 1969 begann die Montage der ersten 22,5 Meter breiten Hälfte der Wehrkonstruktion am Wöhrder Talübergang.
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Bauarbeiten am Wehr

Mitte Mai 1969 begann die Montage der ersten 22,5 Meter breiten Hälfte der Wehrkonstruktion am Wöhrder Talübergang. © VNP

Im August 1969 wurden die Klappenhälften des Wehres eingesetzt und verankert.
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Einbau des Wehrs

Im August 1969 wurden die Klappenhälften des Wehres eingesetzt und verankert. © Friedl Ulrich

Den Zaungästen des Wehreinbaus bot sich als Zugabe noch ein Bergungsmanöver: Im Schlamm des Bodens des zukünftigen Sees war eine Planierraupe versunken und musste wieder aufs feste Land zurückgezogen werden.
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Bergung einer Planierraupe

Den Zaungästen des Wehreinbaus bot sich als Zugabe noch ein Bergungsmanöver: Im Schlamm des Bodens des zukünftigen Sees war eine Planierraupe versunken und musste wieder aufs feste Land zurückgezogen werden. © Ranke

Hier ist noch der Nordarm der Pegnitz zu sehen, über den ein Holzsteg führt. Nach der Umleitung der Pegnitz in den Wöhrder See wurde er aufgefüllt und die Straße darüber gebaut.
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Der alte Pegnitz-Nordarm

Hier ist noch der Nordarm der Pegnitz zu sehen, über den ein Holzsteg führt. Nach der Umleitung der Pegnitz in den Wöhrder See wurde er aufgefüllt und die Straße darüber gebaut. © Friedl Ulrich

Der Baugrund des Wöhrder Sees am Tag vor seiner Flutung.
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Bereit für das Aufstauen des Sees

Der Baugrund des Wöhrder Sees am Tag vor seiner Flutung. © Friedl Ulrich

Am 14. Oktober 1969 war es so weit: Ein Bagger entfernte den Damm zwischen der Pegnitz und dem ausgehobenen Seeboden.
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Der Damm wird geöffnet

Am 14. Oktober 1969 war es so weit: Ein Bagger entfernte den Damm zwischen der Pegnitz und dem ausgehobenen Seeboden. © Friedl Ulrich

Die Pegnitz strömte in den vorbereiteten Seegrund. Rechts ist das Sebastianspital zu sehen.
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Pegnitz in neuem Bett

Die Pegnitz strömte in den vorbereiteten Seegrund. Rechts ist das Sebastianspital zu sehen. © Friedl Ulrich

Diese Männer haben sich mit ihrem Hund den besten Platz für diesen historischen Moment herausgesucht.
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Gute Aussicht!

Diese Männer haben sich mit ihrem Hund den besten Platz für diesen historischen Moment herausgesucht. © Friedl Ulrich

Auf der gegenüberliegenden Seite, am neu errichteten Wöhrder Talübergang, der den See in westlicher Richtung mit einem Wehr begrenzt, hatten sich zahlreiche Schaulustige eingefunden. Sie beobachteten, wie das Pegnitzwasser langsam begann, den Wöhrder See aufzufüllen.
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Das Wasser steigt

Auf der gegenüberliegenden Seite, am neu errichteten Wöhrder Talübergang, der den See in westlicher Richtung mit einem Wehr begrenzt, hatten sich zahlreiche Schaulustige eingefunden. Sie beobachteten, wie das Pegnitzwasser langsam begann, den Wöhrder See aufzufüllen. © Friedl Ulrich

Das Wehr war - kurz vor dem Durchstich des Pegnitzdamms - während eines Festakts feierlich geschlossen worden. Der Entstehung von Nürnbergs neuestem Gewässer stand somit nichts mehr im Weg.
Dieser erste Bauabschnitt des Wöhrder Sees hatte drei Millionen D-Mark gekostet. Die Stadt beteiligte sich daran mit 42,5 Prozent.
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Geschlossenes Wehr

Das Wehr war - kurz vor dem Durchstich des Pegnitzdamms - während eines Festakts feierlich geschlossen worden. Der Entstehung von Nürnbergs neuestem Gewässer stand somit nichts mehr im Weg.
Dieser erste Bauabschnitt des Wöhrder Sees hatte drei Millionen D-Mark gekostet. Die Stadt beteiligte sich daran mit 42,5 Prozent. © Friedl Ulrich

Auch für die Kinder war es spannend zu beobachten, wie das Wasser langsam aber stetig anstieg.
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Kinder als Beobachter

Auch für die Kinder war es spannend zu beobachten, wie das Wasser langsam aber stetig anstieg. © Friedl Ulrich