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Baustelle am Nürnberger Altstadtring: Mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger?

Der Nürnberger Fahrradclub würde sich das wünschen - 16.04.2021 09:57 Uhr

2020 wurde die Stadtmauer am Spittlertorgraben saniert, der Geh- und Radweg war währenddessen gesperrt (Archivfoto). Jetzt wird er wiederhergestellt.

15.05.2020 © Michael Matejka/NN


Wie der städtische Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör) mitteilt, wird gegenüber den Hausnummern drei und fünf "nach der Sanierung der Stadtgrabenmauer der Gehweg endgültig hergestellt". Insgesamt 2,7 Kilometer Stadtmauer will die Stadt in den nächsten Jahren renovieren, um sie vor dem Einsturz zu bewahren. Vor der Sanierung war am Spittlertorgraben hinter Parkbuchten ein getrennter Geh- und Radweg markiert. Letzterer muss von Radlern in beide Richtungen benutzt werden und war bislang relativ eng.

Ändert sich das nun? Nein, denn laut Sör-Sprecherin Nadine Francke wird alles "wie im Bestand wiederhergestellt, also in der bisherigen Breite, mit einem markierten Radweg", der ebenfalls nicht verbreitert werde. In weniger als drei Wochen sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Für den Autoverkehr verursache die Baustelle keine Einschränkungen, Fußgänger- und Radfahrer aber müssten einer ausgeschilderten Umleitung folgen.


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Vertane Chance?

Von einer "vertanen Chance" spricht angesichts der ausbleibenden Verbreiterung Markus Stipp, Vorsitzender des ADFC Nürnberg: "Immer dann, wenn man Teile der Infrastruktur anfasst, sollten auch Fußgänger und Radfahrer berücksichtigt werden." Der Altstadtring sei für Radfahrer "essentiell wichtig", viele Radvorrangrouten hätten ihn zum Ziel. Zukünftig sollen dort auch Schnellwege für Radler enden. Zudem, so Stipp, sei im städtischen Masterplan nachhaltige Mobilität ein Ausbau des Altstadtring-Radweges bis 2026 festgehalten. In der Tat wird dort für den Zweirichtungsradweg "weitestgehend" eine Regelbreite von vier Metern, mindestens aber 2,5 Metern versprochen.


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Laut Frank Jülich, Leiter des Verkehrsplanungsamtes, wird der betroffene Abschnitt am Spittlertorgraben aber Teil des bevorstehenden Plärrer-Umbaus sein. "Insofern wäre es jetzt unklug, viel Geld für ein kleines Teilstück auszugeben, das in den nächsten Jahren eh überplant wird." Zudem führt er an, dass Planungen in der Regel mindestens ein bis zwei Jahre dauern würden - und der Masterplan-Beschluss im Januar 2021 gefällt wurde. Insofern müssten erst zukünftige Planungen daraufhin überprüft werden.

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Max Söllner Volontär in der Lokalredaktion E-Mail

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