Christkindlesmarkt 2020 soll stattfinden: Nürnberg wird zur Weihnachtsstadt

30.9.2020, 16:09 Uhr
So gedrängt kann es auf dem Christkindlesmarkt dieses Jahr nicht zugehen - aber stattfinden soll er trotzdem.

So gedrängt kann es auf dem Christkindlesmarkt dieses Jahr nicht zugehen - aber stattfinden soll er trotzdem. © Daniel Karmann, NN

Das dezentrale Volksfest hatte sich gegen viel Kritik behaupten müssen und doch konnten die Nürnberger Sommertage am Ende doch überzeugen. Auch das Konzept und die Regelungen am aktuell stattfindenden Herbstmarkt auf dem Nürnberger Hauptmarkt, der als Generalprobe für den beliebten Weihnachtsmarkt gilt, scheinen Anklang gefunden haben.

"Was wäre Nürnberg im Advent ohne den Christkindlesmarkt?", fragt Oberbürgermeister Markus König. Aber Weihnachtsfans wie auch Schausteller und Schaustellerinnen dürfen jetzt aufatmen. Denn der Nürnberger Christkindlesmarkt soll trotz der Corona-Pandemie stattfinden - wenn auch anders, als man es gewohnt ist.

"Es gilt, Hygiene- und Abstandvorschriften zu beachten", mahnt König, "Wir wollen den Menschen auch in Zeiten von Corona ein sicheres Markt-Erlebnis bieten." Um das gewährleisten zu können, nimmt man sich ein Beispiel an den Nürnberger Sommertagen, bei denen die Buden und Fahrgeschäfte, die sonst auf dem Volksfestplatz am Duzendteich stehen, dezentralisiert in der Nürnberger Innenstadt verteilt wurden. "Ein Teil der Marktstände wird auf den Lorenzer Platz, den Jakobsplatz und die Insel Schütt verlagert werden", erklärt Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas.

So sollen sich die Besucherströme nicht auf einem Platz sammeln, sondern sich durch die Stadt verteilen und "von Platz zu Platz flanieren". Dadurch kann sich auch die Weihnachtsstimmung auf einer größeren Fläche ausbreiten: "Unsere Altstadt wird zur Weihnachtsstadt".

Einbahnstraßen und kein "To Go"-Ausschank

Wie bereits aktuell auf dem Herbstmarkt soll in den Budengassen Maskenpflicht herrschen und ein Einbahnstraßensystem die Menschen durch die Gänge lenken. Damit die Besucher und Besucherinnen auch dieses Jahr Bratwurstbrötchen oder andere Mahlzeiten verzehren können, werden die Kulinarik-Stände an den Rand der Marktfläche gelegt, damit außerhalb des Bereichs ohne Maske gegessen werden kann.

Statt dem gewöhnlichen "To Go"-Ausschank von beispielsweise Glühwein soll es in diesem Winter abgegrenzte Bereiche geben, in denen der Verkauf von alkoholischen Getränken kontrolliert und unter den gewohnten Auflagen der Gastronomie wie beispielsweise Kontaktdatenaufnahme durchgeführt werden kann. Wollen Gaststätten oder Einzelhandelsgeschäfte einen Straßenverkauf anbieten, sollen dieselben Regeln gelten wie auf dem Markt selbst.

Dennoch: "Wir müssen täglich die Lage neu bewerten und bei veränderter Lage die entsprechenden Entscheidungen treffen", geben König und Fraas zu bedenken. Alle Planungen stehen aktuell eben unter dem Vorbehalt, dass sich die Situation der Corona-Pandemie in der Zwischenzeit nicht mehr drastisch ändert.

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