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Cyber-Angriff auch auf Nürnberger Schulverwaltung

Nach Klinik-Attacke: Handelt es sich um denselben Virus wie in Fürth? - 18.12.2019 05:19 Uhr

Nach Informationen der Nürnberger Nachrichten sind folgende Schulen von dem Angriff betroffen: die Grundschulen an der Viatisstraße und an der Billrothstraße sowie die Thusneldaschule, die Konrad-Groß-Schule und die Grund- und Mittelschule in St. Leonhard. Außerdem blieben auch Bildschirme im Schulamt schwarz. Vermutlich hatten Mitarbeiter die verseuchten Anhänge geöffnet, wodurch sich das Virus ausbreiten konnte. Die Arbeit innerhalb der Verwaltung war in Teilen nur noch eingeschränkt möglich. Mittlerweile, so Schulbürgermeister Klemens Gsell (CSU), sei das Schlimmste aber behoben. Die IT-Abteilung der Stadt arbeite daran, den Schaden so gering wie möglich zu halten. "Die angegriffenen Systeme wurden sofort vom Netz genommen. Aber noch ist nicht alles freigegeben."


Fürth: IT-Attacke auf Klinikum hat massive Auswirkungen


Die eigenen, öffentlichen Internetauftritte der betroffenen Schulen sind davon allerdings nicht betroffen. Der Angriff zielte alleine auf das interne System der Verwaltung. "Die Webseiten der Schulen werden von anderen Servern betrieben", so Gsell. Der Bürgermeister nutzt die Gelegenheit hier für einen Appell: "Vorerst ist es besser, gar keine Anhänge mehr zu öffnen."

Vor den Ferien besonders ärgerlich

Er geht jedoch nicht davon aus, dass durch die Schadsoftware sensible Daten wie beispielsweise Schulnoten abgegriffen wurden. "Dafür gibt es keine Hinweise." Der Bildschirm sei schwarz geblieben, teilweise habe auch die Telefonanlage nicht mehr funktioniert. Vor den Ferien sei das nun besonders ärgerlich: Noten ließen sich nicht eintragen, Formulare konnten nicht abgerufen werden. "Wenn jemand eine Schulbesuchsbestätigung für eine Dauerfahrkarte der öffentlichen Verkehrsmittel wollte, konnte diese nicht ausgedruckt werden. Dasselbe gilt auch für Schulverweise."

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat bereits Ende September vor Cyber-Angriffen mit Emotet gewarnt. BSI-Präsident Arne Schönbohm: "Emotet wird massenhaft versandt und hat binnen weniger Tage für Produktionsausfälle, den Ausfall von Bürgerdiensten in Kommunalverwaltungen und zahlreiche infizierte Netzwerke gesorgt."

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