Ein Blick auf den Verkehr des 20. Jahrhunderts

Die Nürnberger Innenstadt im Wandel der Zeit

29.8.2018, 17:20 Uhr
Schwebebahn, Luftgefährte, Automobile und Zweiräder - Auf dieser Postkarte wird für Nürnbergs Zukunft ein vielseitiges Angebot an Verkehrsmitteln dargestellt. Die Karte soll aus den 1920er Jahren stammen und illustriert eine Vision für die Nürnberger Innenstadt, die sich teilweise sogar erfüllte.
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Postkarte aus den 1920ern

Schwebebahn, Luftgefährte, Automobile und Zweiräder - Auf dieser Postkarte wird für Nürnbergs Zukunft ein vielseitiges Angebot an Verkehrsmitteln dargestellt. Die Karte soll aus den 1920er Jahren stammen und illustriert eine Vision für die Nürnberger Innenstadt, die sich teilweise sogar erfüllte. © NN

Auch in der Nachkriegszeit waren einige Autos in Nürnbergs Innenstadt unterwegs. Die in der Königstraße parkenden Wagen waren von Ruinen umgeben und standen in Sichtweite zum Hauptmarkt sowie der Sebalduskirche.
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Königstraße um 1948

Auch in der Nachkriegszeit waren einige Autos in Nürnbergs Innenstadt unterwegs. Die in der Königstraße parkenden Wagen waren von Ruinen umgeben und standen in Sichtweite zum Hauptmarkt sowie der Sebalduskirche. © NN

An einem verkaufsoffenen Sonntag im Jahre 1953 zog es viele Menschen in die Stadt. Während sich die Menschenmassen in den Straßen der Nürnberger Innenstadt drängten, standen auf den Parkplätzen brav die zahllosen Autobusse. Der Blick auf den Kornmarkt zeigt eine wahres Meer aus Omnibusdächern.
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Kornmarkt 1953

An einem verkaufsoffenen Sonntag im Jahre 1953 zog es viele Menschen in die Stadt. Während sich die Menschenmassen in den Straßen der Nürnberger Innenstadt drängten, standen auf den Parkplätzen brav die zahllosen Autobusse. Der Blick auf den Kornmarkt zeigt eine wahres Meer aus Omnibusdächern. © NN

In der Nürnberger Altstadt waren nicht nur zahlose Fußgänger, sondern auch Autos, Straßenbahnen und Mopeds unterwegs.
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Karolinenstraße 1954

In der Nürnberger Altstadt waren nicht nur zahlose Fußgänger, sondern auch Autos, Straßenbahnen und Mopeds unterwegs. © NN

Auch die historische Museumsbrücke, die eine wichtige Verbindung zwischen der Sebalder und der Lorenzer Altstadt darstellt, wurde nach einer Neuerrichtung 1954 für den Straßenverkehr freigegeben.
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Museumsbrücke 1954

Auch die historische Museumsbrücke, die eine wichtige Verbindung zwischen der Sebalder und der Lorenzer Altstadt darstellt, wurde nach einer Neuerrichtung 1954 für den Straßenverkehr freigegeben. © NN

Ziemlich überfüllt sah es 1954 in der Königstraße aus. Fahrradfahrer mussten gut aufpassen, damit sie zwischen Straßenbahn, parkenden Mopeds und Autos nicht unter die Räder kamen.
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Königstraße 1954

Ziemlich überfüllt sah es 1954 in der Königstraße aus. Fahrradfahrer mussten gut aufpassen, damit sie zwischen Straßenbahn, parkenden Mopeds und Autos nicht unter die Räder kamen. © NN

An der Lorenzkirche herrschte 1954 an Werktagen Parkverbot. Hier war die Lage etwas geordneter als in der Königstraße.
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Lorenzer Platz 1954

An der Lorenzkirche herrschte 1954 an Werktagen Parkverbot. Hier war die Lage etwas geordneter als in der Königstraße. © NN

Abseits der großen Verkehrstrassen waren die Straßen von Nürnbergs Altstadt im Jahr 1955 noch recht verwahrlost. In der Wunderburggasse fuhr man durch Sand und über Steine.
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Wunderburggasse 1955

Abseits der großen Verkehrstrassen waren die Straßen von Nürnbergs Altstadt im Jahr 1955 noch recht verwahrlost. In der Wunderburggasse fuhr man durch Sand und über Steine. © NN

Der Lorenzer Platz war ein
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Lorenzer Platz 1956

Der Lorenzer Platz war ein "Reibungspunkt". Hier flossen mehrere Verkehrsströme zusammen, was vor allem im Berufsverkehr für Probleme sorgte - besonders, wenn die abbiegende "12-er" ihr Recht forderte. © NN

Sowohl Straßenbahnen als auch Autos manövrierten sich an der Lorenzkirche vorbei. Kritisch wurde es, wenn die Straßenbahnen den Platz für den Gegenverkehr blockierten.
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Lorenzer Straße 1956

Sowohl Straßenbahnen als auch Autos manövrierten sich an der Lorenzkirche vorbei. Kritisch wurde es, wenn die Straßenbahnen den Platz für den Gegenverkehr blockierten. © NN

Am Hallplatz herrschte im Juni 1958 buntes Treiben. Passanten schlängelten sich unbeeindruckt an parkenden und fahrenden Autos vorbei.
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Hallplatz 1958

Am Hallplatz herrschte im Juni 1958 buntes Treiben. Passanten schlängelten sich unbeeindruckt an parkenden und fahrenden Autos vorbei. © NN

Auch Ende der 1950er Jahre floss der Verkehr durch das Geschäftszentrum in der Karolinenstraße reibungslos dahin.
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Karolinenstraße 1959

Auch Ende der 1950er Jahre floss der Verkehr durch das Geschäftszentrum in der Karolinenstraße reibungslos dahin. © NN

Zum Beginn des Mauerbaus im August 1961 stoppte das Gewühl und Gehaste der pulsierenden Innenstadt für zwei Minuten. Die Nürnberger verharrten am damals stark befahrenen Lorenzer Platz schweigend im Gedenken an Berlin.
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Lorenzer Platz 1961

Zum Beginn des Mauerbaus im August 1961 stoppte das Gewühl und Gehaste der pulsierenden Innenstadt für zwei Minuten. Die Nürnberger verharrten am damals stark befahrenen Lorenzer Platz schweigend im Gedenken an Berlin. © NN

Über das vermehrte Verkehrsaufkommen in der Innenstadt wurde Anfang der 1960er Jahre diskutiert. Prof. Dr. Lambert von der Technischen Hochschule Stuttgart empfahl, die Straßenbahnen im Stadtkern unter die Erde legen zu lassen.
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Weißer Turm in den 1960er-Jahren

Über das vermehrte Verkehrsaufkommen in der Innenstadt wurde Anfang der 1960er Jahre diskutiert. Prof. Dr. Lambert von der Technischen Hochschule Stuttgart empfahl, die Straßenbahnen im Stadtkern unter die Erde legen zu lassen. © NN

Kurios ist dieses Verkehrsschild aus dem Jahr 1962. Es machte darauf aufmerksam, dass in den Tagen der Internationalen Orgelwoche besonders ruhig an dem Gotteshaus vorübergefahren werden sollte, damit die Konzerte nicht gestört wurden.
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Lorenzer Platz 1962

Kurios ist dieses Verkehrsschild aus dem Jahr 1962. Es machte darauf aufmerksam, dass in den Tagen der Internationalen Orgelwoche besonders ruhig an dem Gotteshaus vorübergefahren werden sollte, damit die Konzerte nicht gestört wurden. © NN

1963 wurde das Bratwursthäusle noch von parkenden Autos belagert. Heute ist die Straße am Rathausplatz nicht mehr für den Verkehr freigegeben.
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Bratwursthäusle 1963

1963 wurde das Bratwursthäusle noch von parkenden Autos belagert. Heute ist die Straße am Rathausplatz nicht mehr für den Verkehr freigegeben. © NN

Sicher war es für Großstadt-Fußgänger um 1963 in Nürnberg nicht gerade. Autos und Straßenbahnen zogen am Knotenpunkt vor der Lorenzkirche in langen Ketten an ihnen vorüber. Zum Gang über die Straße blieb kaum Zeit.
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Königstraße 1963

Sicher war es für Großstadt-Fußgänger um 1963 in Nürnberg nicht gerade. Autos und Straßenbahnen zogen am Knotenpunkt vor der Lorenzkirche in langen Ketten an ihnen vorüber. Zum Gang über die Straße blieb kaum Zeit. © NN

Mit Verkehrsbehinderungen musste man auch schon im Jahr 1965 rechnen. Bei Umbauten wurde die Bergstraße mit Stützmauern versehen.
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Bergstraße 1965

Mit Verkehrsbehinderungen musste man auch schon im Jahr 1965 rechnen. Bei Umbauten wurde die Bergstraße mit Stützmauern versehen. © NN

An Feiertagen, wie hier an Allerheiligen im Jahr 1966, strömten unzählige Fahrzeuge aus dem Umland nach Nürnberg. Das Fest bescherte der Stadt ein heilloses Durcheinander. Viele Kreuzungen waren verstopft.
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Innenstadt 1966

An Feiertagen, wie hier an Allerheiligen im Jahr 1966, strömten unzählige Fahrzeuge aus dem Umland nach Nürnberg. Das Fest bescherte der Stadt ein heilloses Durcheinander. Viele Kreuzungen waren verstopft. © NN

Geregelter ging es an anderen Tagen zu. In der Karolinenstraße tanzte kein Wagen aus der Reihe, sodass die Straßenbahn ungehindert zur Haltestelle an der Lorenzkirche gelangen konnte. Die Nägel auf der Fahrbahn wurden als Grenzlinie zwischen den Wegen für Auto und Straßenbahn respektiert.
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Karolinenstraße 1966

Geregelter ging es an anderen Tagen zu. In der Karolinenstraße tanzte kein Wagen aus der Reihe, sodass die Straßenbahn ungehindert zur Haltestelle an der Lorenzkirche gelangen konnte. Die Nägel auf der Fahrbahn wurden als Grenzlinie zwischen den Wegen für Auto und Straßenbahn respektiert. © NN

Auch hier reihte sich Auto an Auto: Zwar war Ende Januar 1966 kein Feiertag, aber der Winterschlussverkauf hatte begonnen. Zahlreiche Besucher strömten in die Nürnberger Innenstadt, um nach Schnäppchen Ausschau zu halten.
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Königstraße 1966

Auch hier reihte sich Auto an Auto: Zwar war Ende Januar 1966 kein Feiertag, aber der Winterschlussverkauf hatte begonnen. Zahlreiche Besucher strömten in die Nürnberger Innenstadt, um nach Schnäppchen Ausschau zu halten. © NN

In der Königstraße hetzten  Passanten wenige Meter vom sicheren Übergang entfernt über die Fahrbahn, mitten durch die Autokolonnen.
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Königstraße 1966

In der Königstraße hetzten Passanten wenige Meter vom sicheren Übergang entfernt über die Fahrbahn, mitten durch die Autokolonnen. © NN

So sah die Straßenführung 1966 an der Einmündung des Hallplatzes in die Königstraße aus.
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Hallplatz 1966

So sah die Straßenführung 1966 an der Einmündung des Hallplatzes in die Königstraße aus. © NN

Für viele ist dies ein außergewöhnlicher Anblick. Noch keine Fußgängerzone, sondern ein munteres Verkehrsaufkommen rund um die Lorenzkirche. Da tummelten sich Passanten an den Schaufenstern genauso wie der alltägliche Durchgangsverkehr.
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Lorenzer Platz 1972

Für viele ist dies ein außergewöhnlicher Anblick. Noch keine Fußgängerzone, sondern ein munteres Verkehrsaufkommen rund um die Lorenzkirche. Da tummelten sich Passanten an den Schaufenstern genauso wie der alltägliche Durchgangsverkehr. © NN

Den Wunsch nach einer Fußgängerzone äußerten Kaufleute der Vorderen Sterngasse im Jahr 1985. Sie fürchteten um ihre Geschäfte, aufgrund des großen Verkehrsaufkommens.
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Vordere Sterngasse 1989

Den Wunsch nach einer Fußgängerzone äußerten Kaufleute der Vorderen Sterngasse im Jahr 1985. Sie fürchteten um ihre Geschäfte, aufgrund des großen Verkehrsaufkommens. © NN

1988 wird an der Sebalduskirche ebenfalls ein
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Sebalder Platz 1988

1988 wird an der Sebalduskirche ebenfalls ein "Stop" für den Verkehr in der Nürnberger Altstadt gefordert. Das Plakat warnte vor Emissionen mit dem Slogan "Hier stirbt ein Kunstwerk". © NN