Durch die Vorstadtbrille: Hickhack um Sicherheit

14.3.2017, 16:43 Uhr
VON JO SEUSS

VON JO SEUSS

Die Bedenken der Eltern und Lehrer waren groß. Dann ist lange und viel in der Nordstadt diskutiert worden, bis alle mit dem verkehrlichen Modellprojekt vor der Uhlandschule einverstanden waren. Also wurden die Ampeln 2016 abgebaut, die Kreuzung umgestaltet und Tempo 10 eingeführt. Doch als im September die Bauzäune verschwanden, zeigte sich: Es funktioniert zwar einigermaßen mit Hilfe der Schülerlotsen, doch sicher ist die Situation nicht.

Auch nach ersten Nachbesserungen, denen noch weitere folgen sollen, ist die Kritik vieler Eltern kaum kleiner geworden. Der Elternbeirat fordert deshalb weiter einen Zebrastreifen, während das Verkehrsplanungsamt hartnäckig auf unterschiedliche Stimmen zwischen Pro und Kontra verweist. Die Folge ist ein andauerndes Hickhack um die Sicherheit vor der Uhlandschule.

Klar ist: Die Grolandstraße ist weiter zu breit und lädt dadurch dazu ein, im Kreuzunngsbereich schneller zu fahren als die erlaubten zehn Stundenkilometer. Der zweite Teil des Straßenumbaus ist überfällig — doch derzeit sind noch nicht einmal die genauen Kosten bekannt, inklusive der drohenden KAG-Beiträge für die Anwohner.

Zudem ist nicht zu übersehen, dass die versprochene Anhebung des Kreuzungsbereichs nicht planmäßig umgesetzt wurde. Das sorgt für weniger Sicherheit — und dafür, dass das Modell bisher nicht wie erhofft zum Vorzeigeprojekt taugt.

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