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Eisbär "Nanuq" ist der Neue im Nürnberger Tiergarten

Das Männchen reiste aus Hannover an - 11.04.2019 13:44 Uhr

Der Eisbär Nanuq (rechts) kam Anfang April 2019 aus dem Erlebniszoo Hannover in den Tiergarten Nürnberg, wo er nun mit dem Eisbärweibchen Vera zusammenlebt. © Dag Encke/Tiergarten Nürnberg


In Hannover lebte Nanuq zuerst mit seinem Bruder Arktos und dem gleichaltrigen Sprinter aus Rhenen (Niederlande) zusammen. Als das Weibchen Milana aus Moskau dazukam, zeigte sie nur Interesse an Sprinter – Nanuq musste zuschauen, wie die beiden sich blendend verstanden. Nun hat er mit Vera endlich auch ein Weibchen "abbekommen". Er zeigt sich Vera gegenüber sehr freundlich, die beiden spielen und baden miteinander. Nun hoffen alle, dass es zwischen den beiden auch zur Paarung kommt.

Bisher hatte Vera ausschließlich Felix als Partner, den Vater der in Nürnberg geborenen Eisbärin Flocke. Auch die Jungtiere Gregor, Aleut und Charlotte hatte Felix in Nürnberg gezeugt. Sollte Vera von Nanuq erfolgreich gedeckt werden, würde man sie nach dem jetzigen Stand der Planung ein letztes Mal Mutter werden lassen – die Polarbärin hat mit ihren 16 Jahren ein Alter erreicht, in dem das Thema Nachwuchs langsam, aber sicher nicht mehr an erster Stelle steht.

Alterssitz in Nürnberg

"Nanuq" mit seiner neuen Partnerin "Vera". © Dag Encke/Tiergarten Nürnberg


Auf jeden Fall soll die auch beim Publikum äußerst beliebte Bärin ihren Alterssitz in Nürnberg haben, sagt der stellvertretende Tiergartendirektor Helmut Mägdefrau. Möglicherweise bekäme sie dann ein oder mehrere ältere Weibchen als Gefährtin(nen), damit sie ihren Lebensabend nicht einsam und allein verbringen muss.

Eisbären stehen seit 2006 als "gefährdete" Tierart auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Derzeit leben in der Arktis schätzungsweise noch 20.000 bis 25.000 Eisbären in 20 Populationen.


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Bei der medizinischen Pflege im Tiergarten hat sich in den letzten Jahren viel getan: Gezieltes Training hilft den Veterinären bei der Behandlung von Eisbär, Giraffe und Flamingo. Auch die Thermographie erleichtert die Diagnose.


 

Ute Wolf

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