Fahrer aus Autos gerettet: Überflutungen sorgen für Chaos in Nürnberg

8.6.2021, 21:27 Uhr
In Nürnberg kam es am Dienstag zu Überflutungen. 

In Nürnberg kam es am Dienstag zu Überflutungen.  © NEWS5

Die Verkehrslage am Dienstagnachmittag in Nürnberg.

Die Verkehrslage am Dienstagnachmittag in Nürnberg. © BR

Vor allem in der Zeit zwischen 15 Uhr und 17.30 Uhr verzeichnete die Einsatzzentrale der Polizei Mittelfranken 40 Alarmierungen. Am Abend zählte die Berufsfeuerwehr Nürnberg sogar noch 165 laufende Einsätze. Einsatzschwerpunkte seien in den Stadtteilen Gibitzenhof, Steinbühl, St. Leonhard und Eibach zu verzeichnen gewesen, so die Feuerwehr. In mehreren Unterführungen blieben Fahrzeuge im Wasser stecken. Bei drei Einsätzen mussten Personen aus den Fahrzeugen gerettet werden. An einem Wohngebäude zeigten sich unwetterbedingt plötzlich Risse. Es wurde nach Begutachtung durch einen Baufachberater für unbewohnbar erklärt und musste evakuiert werden.

Vor allem Überschwemmungen von Straßen, Unterführungen und Kellern waren die Folgen des Unwetters, das am Nachmittag über die Region wegfegte. Im südlichen Stadtteil Werderau liefen mehrere Keller voll. Die Feuerwehr war stundenlang im Dauereinsatz.

In Nürnberg sorgte der Starkregen auch für Staus und längere Wartezeiten bei den Autofahrern und Pendlern. Mehrere Leitungen wurden auf Bahnstrecken rund um Nürnberg beschädigt. Es kommt zu Teilausfällen.

Im Feierabendverkehr kam es auf der Südwesttangente zudem zu einem Auffahrunfall, wie die Polizei bestätigte. Zwischen Fürth und Nürnberg bildete sich ab Poppenreuth in Richtung Nürnberg ein kilometerlanger Stau, der sich bis in das Stadtgebiet zog.

In der Diebacher Straße im Stadtteil Gebersdorf fluteten die Regenmassen eine Baugrube der U-Bahn-Baustelle. Hier ist das Technische Hilfswerk Nürnberg im Einsatz und pumpt das Wasser heraus. Abgesehen von allen Wachen der Berufsfeuerwehr Nürnberg und dem THW sind auch alle Wachen der Freiwilligen Feuerwehren in Nürnberg im Einsatz, um die Schäden durch das Unwetter zu beseitigen. Glücklicherweise richteten die zahlreichen Blitze keine nennenswerten Schäden an.


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