Fix: Neue Uni in Lichtenreuth bekommt Tram-Anschluss

12.4.2019, 06:00 Uhr
Mit der Straßenbahn über die Mohnfelder. Die Aufnahme entstand an der Bus- und Straßenbahnhaltestelle

Mit der Straßenbahn über die Mohnfelder. Die Aufnahme entstand an der Bus- und Straßenbahnhaltestelle "Am Wegfeld" in Nürnberg. © Herbert Frauenknecht

Nach dieser Grundsatzentscheidung (bei zwei Gegenstimmen) des Stadtrats kann nun die Detailplanung beginnen.

Dabei drängen die Stadträte über die Fraktionsgrenzen hinweg darauf, dass die Bahnen rollen, sobald eine größere Zahl von Wohnungen fertiggestellt ist und damit eine nennenswerte Zahl von Bürgern in dem nagelneuen Stadtteil ein Zuhause findet. Der soll bekanntlich auch in puncto Mobilität neue Maßstäbe setzen. Ins Auge gefasst wird nun eine Trassenführung von der Allersberger Straße her: nicht mehr durch den Untergrund (die sogenannte "Bayernwanne"), sondern eine ebenerdige Querung der Frankenstraße. Weiter werden die Gleise dann zwischen dem Z-Bau und dem Bundesamt für Migration Richtung Ingolstädter Straße verlegt und weiter nach Süden.

Eine (Wieder-)Nutzung der betagten Unterführungen wird als unwirtschaftlich bewertet und kommt daher nicht infrage. Noch offen und mit den zuständigen Ministerien auszuhandeln ist dagegen die genaue Linienführung auf dem oder über das künftige Uni-Gelände: Die Tram soll den Campus einerseits so gut wie möglich erschließen, andererseits aber auch für die benachbarten Anwohner leicht erreichbar sein. Mit dem Freistaat gilt es außerdem über eine zusätzliche Erschließung durch einen neu zu errichtenden U-Bahn-Halt zwischen Hasenbuck und Bauernfeindstraße zu verhandeln.

Weitgehend einmütig wünschen sich die Stadträte aber auch einen weiterreichenden Tram-Ausbau an der Messe entlang, mindestens bis zur Bertolt-Brecht-Schule und zum Klinikum Süd, idealerweise sogar bis zum S-Bahnhof Fischbach. "Wir sind alle Realisten und wissen, dass derzeit keine Förderung dafür zu bekommen ist", stellte Thorsten Brehm für die SPD-Fraktion fest. Wie CSU-Fraktionschef Marcus König und weitere Stadträte plädierte er dafür, die Trasse wenigstens planungsrechtlich zu sichern, um sich die sinnvolle Netzergänzung offenzuhalten.

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