Franken liegt flach: Die Grippewelle lässt nicht locker

14.3.2018, 05:57 Uhr
Die Grippewelle hat Franken fest im Griff -  und das bleibt wohl auch noch etwas so.

Die Grippewelle hat Franken fest im Griff - und das bleibt wohl auch noch etwas so. © Symbolbild: Stefan Hippel

Die Ampel steht auf Rot: Auch gestern wieder mussten sich sämtliche Nürnberger Krankenhäuser zumindest stundenweise bei der Integrierten Leitstelle abmelden. Auch einige Kliniken in der Umgebung konnten die Rettungswagen phasenweise nicht anfahren. In den Notaufnahmen herrscht Ausnahmezustand.

1000 Fälle von Influenzaerkrankungen sind allein im Nürnberger Nord- und Südklinikum seit November nachgewiesen worden. Während die Grippesaison zum gleichen Zeitpunkt des vergangenen Jahres weitgehend vorüber war, ist ein Ende in diesem Jahr nicht abzusehen.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen hat seit Beginn der Grippesaison im Oktober 2017 bayernweit 22.392 Fälle registriert. Das sind über 30 Prozent mehr als noch im Vorjahr. In ganz Mittelfranken gab es 3570 Erkrankte in den Kliniken. Am stärksten trifft die Grippewelle Oberfranken. Dort stiegen die Zahlen von 1377 Fällen um über 70 Prozent auf 2360.

In die Universitätsklinik in Erlangen kommen mehr Kranke als in den Wochen zuvor, teilt Pressesprecher Johannes Eissing mit. Immerhin können Ärzte und Pfleger im Klinikum Fürth etwas aufatmen. "Die Patientenzahlen sind geringfügig rückläufig, die Lage ist aber immer noch angespannt", so eine Sprecherin.

In Neumarkt und Schwabach wächst derweil die Hoffnung auf das Ende der Grippewelle. "Wir waren vergangene Woche am Limit. Die Lage ist jetzt immer noch angespannt, sie hat sich seit dem Wochenende aber gebessert", erklärt Oliver Schwindl, Sprecher des Neumarkter Klinikums, das wie Schwabach auch gestern über viele Stunden von der Leitstelle abgemeldet war.

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