Für Bedürftige

Für Bedürftige: Stadt Nürnberg dehnt Impfangebot aus

5.5.2021, 19:07 Uhr
Noch im Laufe des Monats Mai sollen auch Kunden der Nürnberger Tafel sich in den Ausgabestellen in den Stadtteilen impfen lassen können.

Noch im Laufe des Monats Mai sollen auch Kunden der Nürnberger Tafel sich in den Ausgabestellen in den Stadtteilen impfen lassen können. © Arne Dedert, dpa

Fünf Ausgabestellen der Nürnberger Tafel gibt es im Stadtgebiet. Betreiber ist das Bayerische Rote Kreuz (BRK). Die Stadt plant, den rund 6000 Kundinnen und Kunden in den Verkaufsstellen demnächst ein Impfangebot zu machen. Die Vorbereitungen laufen, wie Christine Schüssler, Leiterin der Koordinierungsstelle der städtischen Impfzentren, unserer Redaktion bestätigt. "Es ist ein Modellprojekt, um mehr Menschen in den verschiedenen Stadtteilen zu erreichen. Die Strukturen der Tafel helfen uns dabei." Auch in Nürnberger Unternehmen wird gegen Corona geimpft.

Stadt will sich einen Überblick verschaffen

Die Nürnberger Tafel ist eine Einrichtung, in der sich Menschen mit Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs günstig eindecken können. Das BRK erhält die Waren dafür von Bäckereien, Supermärkten und weiteren Lebensmittelhändlern. Gedacht ist die Nürnberger Tafel für Kunden, deren Einkünfte schmal sind und einen von der Stadt ausgestellten "Nürnberg Pass" besitzen. Vom BRK erhalten sie einen weiteren Berechtigungs-Ausweis. Im Rahmen des Modellprojekts sind Personen mit diesem Ausweis berechtigt, sich in der Ausgabestelle impfen zu lassen.

Um einen ersten Überblick zu bekommen, wie viele Personen ein Interesse an einer Impfung haben, werden die Tafel-Kunden in den Ausgabestellen derzeit danach gefragt. "Wir gehen nicht davon aus, dass wir 100 Menschen pro Tag impfen werden", sagt Schüssler. Es soll ein niederschwelliges und unkompliziertes Angebot sein, ohne die technische Hürde, die man etwa im Internet nehmen muss, um sich registrieren lassen zu können. "Eine Online-Registrierung ist dabei nicht nötig."

Mobile Teams werden eingesetzt

Während das BRK den Rahmen dafür schafft, ist in den Ausgabestellen das IZ Bayern als Betreiber im Auftrag der Stadt für den Impf-Ablauf zuständig - so wie in den anderen von der Stadt vorgehaltenen Impfzentren. "Unsere mobilen Teams mit den Ärzten werden dann in die Ausgabestellen kommen und zu den Öffnungszeiten der Tafel impfen", so Schüssler. Der Ablauf ist dann der gleiche wie in den Zentren: Anmeldung, Vorgespräch mit Ärzten, Impfen und danach eine rund 15 Minuten dauernde Ruhe- und Beobachtungs-Phase.

Welches Vakzin verwendet wird? "Es gibt zwei Möglichkeiten. Nach aktuellem Stand wird es wahrscheinlich der Impfstoff von BioNTech/Pfizer sein. Aber auch das Serum von Johnson & Johnson ist möglich. Der Vorteil wäre, man müsste nur einmal spritzen", sagt die Leiterin der Koordinierungsstelle.