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Fürther Straße: Stadtverwaltung soll Ausweichverkehr prüfen

Kreuzungsfreier Ausbau des Frankenschnellwegs soll 2014 beginnen - 09.02.2013 09:30 Uhr

Der einspurige Ausbau der Fürther Straße sorgt für Diskussionen. © Michael Matejka


Derzeit geht man davon aus, dass mit dem kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs 2014 begonnen werden kann. „Was geschieht, wenn auf einem Teilstück der Fürther Straße in Richtung Maximilianstraße nur noch eine Fahrspur zur Verfügung steht und gleichzeitig in weniger Entfernung der Frankenschnellweg zu einer Großbaustelle wird?“ Diese Fragen will die SPD-Fraktion jetzt vom Verkehrsplanungsamt beantwortet haben. Befürchtet wird, dass es dann zu erheblichen Staus kommt.

„Insgesamt geht es uns darum, für die Bewertung der Leistungsfähigkeit der Straße auch einen möglichen Ausweich-Verkehr, verursacht durch die künftige Baustelle am Frankenschnellweg, zu berücksichtigen. Da sollten wir kein Risiko eingehen. Wenn der Frankenschnellweg dann fertig ist, sehen wir große Potenziale, die Fürther Straße anders zu gestalten als heute“, stellte Thorsten Brehm, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender, fest.

An der grundsätzlichen Umgestaltung der Fürther Straße vor dem Justizgebäude auf eine Spur will die SPD festhalten. Die Konfliktpunkte zwischen Fußgängern, Radfahrern und Bustouristen, die in den Justizpalast wollen, sollen entschärft werden, so Brehm.

Die CSU freute sich über die Kehrtwende bei den Genossen, denn sie hatte Super-Staus befürchtet, wenn die Fürther Straße einspurig wird. „Während man sich seitens der SPD in der Diskussion um die Umgestaltung im Verkehrsausschuss letztes Jahr noch den Argumenten der CSU verschlossen hatte, setzte nun offenbar ein Umdenken ein. Wir können nur unterstützen, dass die Planungen jetzt auf den Prüfstand sollen“, so der CSU-Fraktionsvorsitzende Sebastian Brehm.

Der Antrag der SPD stellt für die CSU ein klares Misstrauenssignal in Richtung Verkehrsplanungsamt dar. Offenbar sei nicht ausreichend geprüft worden, welche Auswirkungen die Großbaustelle Frankenschnellweg habe, so Sebastian Brehm. Wenn jetzt von der SPD gefordert werde, ein zeitliches Konzept für die Umgestaltung der Fürther Straße, den Datev-Neubau und den Ausbau des Frankenschnellwegs zu erstellen, dann werde deutlich, dass das Verkehrsplanungsamt keines hat.

Gegen die Reduzierung auf eine Fahrspur hatten auch Bürger protestiert. „Das ist weder für die SPD und noch viel weniger für die Verkehrsplanung eine ruhmreiche Episode“, sagte Brehm.
  

André Fischer

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