Neubau

Gigantische Baustelle: Arbeiten am Schulzentrum Südwest beginnen

Rurik Schnackig

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1.6.2021, 10:32 Uhr
Die Visualisierung am Computer ist bereits fertig. Bis der ganze Komplex fertig gestellt ist, werden aber wohl sieben Jahre vergehen.

© Staab Architekten GmbH Die Visualisierung am Computer ist bereits fertig. Bis der ganze Komplex fertig gestellt ist, werden aber wohl sieben Jahre vergehen.

Der Standort der gigantischen Baustelle ist die Pommernstraße im Stadtteil Eibach. Die Vorbereitungen laufen schon länger: Bereits im Februar wurde das Baufeld präpariert und von Sträuchern, Büschen und Bäumen befreit.

Nun ist die Baugenehmigung erteilt und es starten die Arbeiten, die im Protokoll "Baufeldfreimachung" heißen. Hierbei werden Bestandsoberflächen, Wurzelstöcke und Zäune entfernt.

Das gesamte Baufeld soll anschließend soweit bereitet sein, dass die tatsächliche Baustelle richtig eingerichtet werden kann. Rohbauarbeiten sollen dann ab Ende Juli umgesetzt werden. Auch einen vorsichtigen Termin für den Spatenstich teilt die Stadt bereits mit: für Ende September 2021.

Mehr als nur Unterricht

Das Gesamtprojekt umfasst den Neubau von zwei Schulen, dem Sigmund-Schuckert-Gymnasium und der Peter-Henlein-Realschule mit insgesamt rund 2500 Schülerinnen und Schülern. Entstehen werden außerdem die dazugehörigen Sporthallen und Freisportanlagen, die Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Mittelfranken und eine Schul- und Stadtteilbibliothek.

Sieben Jahre Bauzeit

Das wird freilich seine Zeit brauchen: Eine Bauzeit von sieben Jahren ist bislang angesetzt - aufgeteilt in drei Bauabschnitte. Im ersten Bauabschnitt werden nach Angaben der Stadt die Dreifach-Sporthalle, Kfz- und Fahrradabstellplätze, zwei Allwetterplätze sowie ein Beachvolleyballfeld errichtet. In zwei Jahren, Frühling/Sommer 2023, sollen diese Neuheiten genutzt werden können.

Ohne große Störungen

„Das Bauvorhaben liegt bisher sowohl im Zeit- als auch im Kostenplan“, sagt Planungs- und Baureferent Daniel Ulrich zufrieden und betont: „Während der einzelnen Bauphasen soll der laufende Schulbetrieb ohne vorübergehende Unterbringungen weiterhin aufrecht erhalten werden."

Sowohl bei der Planung als auch während des regulären Baustellenbetriebs sollen stets enge Abstimmungen mit den Schulen getroffen werden. Denn das hat Vorrang. "Wir legen großen Wert auf einen möglichst störungsfreien Schulbetrieb.“

Die Übersicht zeigt, was wo in der Pommernstraße seinen Platz finden wird.

Die Übersicht zeigt, was wo in der Pommernstraße seinen Platz finden wird. © Staab Architekten GmbH

„Das neue Gebäude stellt pädagogisch nachhaltige Räumlichkeiten bereit", erläutert Schulreferentin Cornelia Trinkl. Dabei soll für die umfangreichen Nutzungen so wenig Fläche wie möglich verbraucht werden. "Das Bestandsschulgebäude bleibt während der Baumaßnahme bis zum Umzug ins neue Gebäude in Betrieb", so Trinkl.

Eine Lösung aus den 70er Jahren

Die Gesamtinvestitionssumme für die Maßnahme beträgt rund 191 Millionen Euro, davon fallen rund 23 Millionen Euro auf den ersten Bauabschnitt. Das Gesamtprojekt wird voraussichtlich mit insgesamt 52 Millionen Euro durch den Freistaat Bayern gefördert, auf den ersten Bauabschnitt entfallen davon rund 4 Millionen Euro.

Das bisherige Schulzentrum Südwest Nürnberg ist Mitte der 70er Jahre eröffnet worden. Damals hat man versucht, mit dem Komplex den steigenden Schülerzahlen zu begegnen. Die Sanierung dieses Altbaus hätte sich nicht mehr gerechnet, hieß es. Viele reagierten aber auch mit Unverständnis darüber, dass ein Gebäude nach gerade mal 45 Jahren nur noch abgerissen werden kann.

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