Horch amol: "Kein Bestandsschutz für den Autoverkehr"

3.2.2021, 17:49 Uhr

"Wir waren überrascht, wie schnell die Stadtspitze und die Stadtverwaltung auf unsere Forderungen eingegangen sind", sagt Stipp, der auch einer der Motoren des Radentscheids war. Die Initiatoren haben an einem Runden Tisch mit der Stadt einen "Masterplan nachhaltige Mobilität" ausgehandelt, der die "maßgeblichen Punkte des Radentscheids enthält", so ADFC-Vorsitzende.

Eines der "Leuchturmprojekte" soll dabei der Radweg entlang des Altstadtrings werden. Der ADFC strebt eine "weitestgehende Umsetzung" bis 2026 an. Konkret lautet die Forderung, einen vier Meter breiten Radweg, der für beide Fahrtrichtungen angelegt ist.


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Das erhöhe die Sicherheit und nur so sei gewährleistet, dass dort täglich "mehrere Tausend Radlerinnen und Radler" entlangfahren könnten. Bei Problemstellen wie etwa dem Maxtorgraben, müsse nun geschaut werden, wie der zur Verfügung stehende Platz "gerecht verteilt" wird.

Markus Stipp ist der Ansicht, dass es für "den Autoverkehr und vorhandene Parkplätze keinen Bestandsschutz gibt". Den regelmäßigen Aufschrei der Autofahrer, wenn es um die Reduzierung des für Pkw und Lkw zur Verfügung stehenden Verkehrsraums geht, sieht er gelassen. Für ihn geht es auch nicht um ein Gegeneinander, sondern um ein Miteinander, das nicht zuletzt die Fußgänger und den ÖPNV miteinschließt. Doch hören Sie selbst...

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