Donnerstag, 22.04.2021

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Klimacamp Nürnberg: 19-Jähriger nimmt im Freien am Online-Unterricht teil

Auch bei tiefen Temperaturen bleibt das Camp besetzt - 16.02.2021 10:27 Uhr

Gegen die Pandemie, die Kälte und die Klimakrise: Christian aus Kronach beim Unterricht unter freiem Himmel.

16.02.2021


Der Berufsschüler hat bereits Anfang Februar sein WG-Zimmer für das Camp am Sebalder Platz getauscht. Dort protestieren seit dem 3. September 2020 dauerhaft Menschen, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen.


Mehr zum Thema: Wie halten Nürnberger Klima-Aktivisten durch?


"Solange ich Strom und WLAN habe, kann ich mit meinem Laptop von überall aus teilnehmen", sagt der Schüler, der eine Ausbildung zum Zweiradmechatroniker Fahrradtechnik macht.

Bilderstrecke zum Thema

Eine Nacht im Klimacamp Nürnberg

Seit 3. September harren die Aktivisten im Klimacamp Nürnberg aus und fordern ein radikales Umdenken in der Umweltpolitik. Inzwischen trotzen sie rund um die Uhr auch eisigen Minusgraden. Wir haben in einer der kältesten Nächte Impressionen gesammelt.


Was ihm Sorgen macht sei nur sein Mikrophon, dass für den Online-Unterricht wichtig ist: Bei kalten Temperaturen friert dies manchmal ein. Auf die Frage nach seiner Motivation antwortet der junge Aktivist: "Wir müssen endlich anfangen zu handeln, es ist schon fast zu spät."

Die Aktivistinnen und Aktivisten sind auch bei eisiger Kälte in ihrem Lager im Herzen Nürnbergs geblieben. Das Motto des Camps lautet: "Wir bleiben, bis ihr handelt!" Die Forderungen beziehen sich unter anderem auf eine autofreie Nürnberger Innenstadt und nachhaltige Ernährung in städtischen Einrichtungen.

Testen Sie Ihr Wissen in unserem Nachhaltigkeits-Quiz

© Patrick Pleul dpa

Finden Sie heraus, wie gut Sie sich in Sachen Umweltschutz, Klimawandel oder Nachhaltigkeit auskennen. Wir haben acht Fragen aus unserem Alltag herausgepickt mit jeweils drei Antwortmöglichkeiten - aber nur eine davon stimmt. Am Ende sehen Sie, wie Sie abgeschnitten haben.

© Julius-Maximilians-Universität Würzburg (dpa)

© Julius-Maximilians-Universität Würzburg (dpa)

Frage 1/8:

Wie lange dauert es, bis ein Kaugummi verrottet?

Mehrere Jahre - wenn überhaupt. Denn damit Kaugummi so schön gummiartig ist, braucht es sogenannte Polymere - und die basieren auf Erdölbasis. Zusammen mit Zucker oder Zuckerersatzstoffen, künstlichen Farbstoffen, Verdickungsmitteln und Geschmacksverstärkern kauen wir am Ende auf einer Substanz, die biologisch nur schwer abbaubar ist. Die ökologisch bessere Alternative sind also Lutschpastillen.

© Lukas Schulze, NZ

© Lukas Schulze, NZ

Frage 2/8:

In welche Mülltonne gehören leere Tiefkühl-Verpackungen?

In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack - wenn nichts anderes auf dem Karton steht. Denn oft ist die Verpackung mit Kunststoff beschichtet.

© dpa

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Frage 3/8:

Und wohin gehören Kassenbons?

Kassenbons (wie auch Lotteriezettel, Automatenbelege oder manche Kontoauszüge) bestehen aus sogenanntem Thermopapier, bei dem die Farbe durch Hitze erzeugt wird. Für die dafür nötige Beschichtung wird meistens Bisphenol A (BPA) verwendet, ein Weichmacher, der als krebserregend gilt. Deshalb dürfen Kassenbons nicht in den Recycling-Kreislauf gelangen.

© Colourbox.de

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Frage 4/8:

Ein Vollbad verbraucht ungefähr 140 Liter Wasser. Und eine Dusche?

Es sind im Schnitt 15 Liter. Inzwischen gibt es aber energiesparende Duschköpfe, bei denen z.B. Luft beigemischt wird. In der Anschaffung sind sie zwar teurer als herkömmliche Duschköpfe. Je nachdem, wie oft und wie viele Menschen in einem Haushalt duschen, kann sich so ein Kauf aber schnell rechnen.

© Ina Fassbender/dpa

© Ina Fassbender/dpa

Frage 5/8:

Wie viele Einweg-PET-Flaschen werden in Deutschland pro Stunde verbraucht?

Fast zwei Millionen! Laut Deutscher Umwelthilfe sind Einweg-Flaschen aus Plastik immer noch das am häufigsten verwendete Material bei Getränken. Weil für die Herstellung oft neuer Kunststoff verwendet wird, ist so viel Rohöl nötig, wie fast 400.000 Einfamilienhäusern genügen würde, um ein Jahr lang beheizt zu werden.

© Britta Pedersen/Archiv (dpa)

© Britta Pedersen/Archiv (dpa)

Frage 6/8:

Wo ist die Umweltbilanz beim Smartphone am schlechtesten?

In der Herstellung liegt der Verbrauch an Energie und CO2 immer noch 5 bis 10 Mal so hoch wie in der Nutzung. Das liegt vor allem an Rohstoffen (Erze, Gold oder seltene Erden), die energieintensiv abgebaut werden müssen. Laut Greenpeace verschlang die Smartphone-Produktion in den letzten zehn Jahren so viel, wie ganz Indien pro Jahr für die Energieversorgung braucht.

© Bodo Marks/Archiv (dpa)

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Frage 7/8:

Wir bestellen immer öfter Kleidung online. Wie viele Pakete gehen im Schnitt zurück?

Fast jedes Zweite! Laut Verbraucherzentrale macht das rund 800.000 Pakete - jeden Tag. Der Kohlendioxid, der dadurch entsteht, entspricht 255 Autofahrten von Frankfurt nach Peking.

© colourbox.de

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Frage 8/8:

Ein Flug nach Teneriffa ist so schädlich wie ??? Autofahren.

Etwa ein Jahr lang. Diese Angabe stammt von der Umweltorganisation Germanwatch und beruft sich auf eine Studie internationaler Forscher (The carbon footprint of global tourism).

© Patrick Pleul dpa

Lust auf ein weiteres Quiz?

Dann hier entlang!

mlk

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