Macho Man 2: Die Premiere wird "a weng wie in Hollywood"

12.9.2017, 05:27 Uhr
Mit Vokuhila und Oberlippenbart kämpften sich Peter Althof und René Weller durch den ersten Film.

Mit Vokuhila und Oberlippenbart kämpften sich Peter Althof und René Weller durch den ersten Film.

"Macho Man" war der erste Actionfilm, der je in Nürnberg gedreht worden ist. Der Streifen mit Peter Althof, René Weller und Bea Fiedler ist in Nürnberg legendär. Jedes Jahr läuft er beim SommerNachtFilmFestival, jedes Jahr ist die Veranstaltung ausverkauft. Kein Wunder, schließlich ist der Film so schlecht, dass er schon wieder gut ist. Ein Urteil, das auch zu den Outfits der Darsteller passt, die sich mit Pudelfrisur, Vokuhila, Ballonseiden-Overall und Oberlippenbart durch den Streifen prügeln. Ganz zu schweigen vom Ton: Fränkisch ist in "Macho Man" nicht zu hören. Die Darsteller wurden alle synchronisiert.

Im neuen Film ist das anders. Bei "Macho Man 2" darf gefränkelt werden. "Ich hoffe, dass man das dann auch in Berlin und Hannover versteht", sagt Peter Althof, als er ein Filmplakat in der Redaktion vorbeibringt. In den beiden Städten kommt der Streifen schließlich auch ins Kino. Außerdem in Erlangen. Und natürlich in Nürnberg. Vier Säle sind allein für die Premiere am 27. September reserviert. Bei Bedarf wird auch noch ein fünfter gebucht. "Wir haben schon 2000 Leute", sagt Althof.

So groß ist das Interesse an dem Actionfilm, der zwei Jahre lang gedreht wurde. Wer an dem Tag ins Cinecittà kommt, wird auch den ein oder anderen Star sehen, der nicht im Film mitspielt. "Aber ich verrate noch nicht, wer alles kommt", sagt Althof. Was er aber verrät: "Der Film wird lustig, dramatisch, affengeil und ab und zu bekommt man Gänsehaut." Und: "Ich hab eine Sexszene mit Diana Herold gespielt, die musste kurz sein, sonst wäre ihr Mann eifersüchtig geworden." Diana Herold ist aus der Bully-Parade bekannt und war zuletzt im Playboy zu sehen.

110.000 Euro hat die Produktion gekostet – also 1000 Euro pro fertige Minute. "Das ist nicht viel für einen Actionfilm", sagt Althof. Dass es so günstig funktioniert hat, hat einen Grund: "Die, die zu viel Geld wollten, haben wir im Film gleich erschossen." Und natürlich war es vielen Darstellern auch eine Ehre, einfach so bei dem Film mitzuspielen. "Axel Schulz wollte nur einen Händedruck", sagt Althof.

So ganz ohne Probleme ging der Dreh übrigens nicht über die Bühne. Bei einem Dreh am Gardasee etwa brach sich Peter Althof die Nase. Ein wenig bestohlen wurde das Filmteam in Italien obendrein. Dass am Ende doch noch alles geklappt hat, ist ein Grund mehr, bei der Premiere anständig zu feiern. "Ich wollte Nürnberg schon immer zur Filmstadt machen", sagt Althof, "und an dem Tag wird es a weng wie in Hollywood."

Und weil es wie in Hollywood auch bei einem Nürnberger Actionfilm auch eine Geschichte braucht, hier die Handlung: Zwei skrupellosen Organmafiosi stranden auf ihrer Reise in Nürnberg. Organe im Wert von einigen Millionen sind bei einem Autounfall verbrannt – und nun sind sie gezwungen, frische Ware vor Ort zu besorgen. Nürnberg ist nicht mehr sicher, denn die "Hände des Todes" kennen keine Gnade. Aber Rettung naht: Die Kampfsport-Asse Andreas Arnold (Peter Althof), Dany Wagner (René Weller) und Markus Meisner (Michael Messing). Die drei Macho Männer sind zwar nicht mehr die allerjüngsten, aber vielleicht reicht es ja noch, den Organhändlern das Handwerk zu legen?

Der Vorverkauf für "Macho Man" startet am 15. September.

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