Maskenpflicht für Radfahrer: Ein Sicherheitsrisiko?

7.1.2021, 09:24 Uhr
Radeln mit Maske: In Nürnberg offenbar nicht so problematisch wie in Augsburg. 

Radeln mit Maske: In Nürnberg offenbar nicht so problematisch wie in Augsburg.  © Hans-Joachim Winckler

In Nürnberg gilt in weiten Bereichen der Innenstadt und rund um die Einkaufszentren Mercado und Leipziger Platz, Franken-Center und Gemeinschaftshaus Langwasser sowie im Gebiet des Röthenbach-Centers eine Maskenpflicht. Wer hier unterwegs ist, egal ob zu Fuß, mit einem Roller oder dem Rad, muss Mund und Nase bedecken, so die Anordnung. Für Maskenverweigerer wird es teuer: Das Bußgeld beträgt 250 Euro.


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Während in Augsburg der ADFC die Maskenpflicht für Radler kritisiert und die Herausnahme von Fahrbahnen aus dem Zwangsgebiet fordert, sieht man in Nürnberg weniger Probleme: Die Maskenzonen ließen sich von Radlern in der Noris mit etwas Aufwand gut umfahren, sagt Markus Stipp vom ADFC Nürnberg. "Viele Pendler haben sich sicherlich schon damit arrangiert", so Stipp. Bei ihm sind bisher keine Beschwerden angekommen.

Klar sei, dass beim sportlichen Fahren eine Maske störend sein kann, da man schneller und kräftiger aus- und einatme. Klar sei aber auch, dass der Gesundheitsschutz vorgehe: "Jeder muss seinen Teil beitragen", so Stipp. Er würde sich wünschen, dass die Behörden prüfen, ob Gesichts-Visiere vielleicht eine Lösung sein könnten. Die seien angenehmer zu tragen.


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Derzeit sind aufgrund der Witterung und des Lockdowns sowieso deutlich weniger Radler im Stadtgebiet unterwegs. Und viele tragen auch außerhalb der Maskenzonen aus Gründen des Kälteschutzes Gesichtsbedeckungen.