Mittwoch, 29.01.2020

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Mehr Geld für den Ausbau von Radwegen in Nürnberg

Stadt will Fahrradfahren sicherer machen - Fast vier Millionen Euro - 07.05.2019 05:40 Uhr

Statt 1,125 Millionen Euro wie in den vergangenen Jahren stehen heuer und in den beiden nächsten Jahren jeweils 3,7 Millionen Euro für den Ausbau von Fahrradwegen zur Verfügung. © Foto: Horst Linke


Die Details: Der Radfahretat für den Bau von Radwegen beträgt 2,7 Millionen Euro. Das ist ein Anstieg von über 1,5 Millionen Euro. Zusätzlich werden für die Roteinfärbung von Radwegen 500 000 Euro bereitgestellt und es kommen noch einmal 500 000 Euro für Einzelprojekte für den Radwegebau hinzu. "Das ist so viel Geld wie nie zuvor. Mehr Geld können wir mit Radwegen gar nicht verbauen, weil die Kapazitäten bei den Baufirmen fehlen ", stellt Bürgermeister Christian Vogel, der für die Umsetzung des Radwegeprogramms zuständig ist, gegenüber der Nürnberger Zeitung fest.

Auf das Planungs- und Bauprogramm in diesem und in den nächsten Jahren hat sich der "Runde Tisch Radverkehr" auf der Basis des Radwegenetzplans von 2007 verständigt. Mitglieder sind die verkehrspolitischen Sprecher der im Verkehrsausschuss vertretenen Parteien, Vertreter der Verwaltung und des Polizeipräsidiums Mittelfranken sowie je ein Vertreter der folgenden Vereine: ADFC, ADAC, AGBV, BN, i bike NBG und VCD. Bei der Auswahl der Bauvorhaben stehen Verkehrssicherheit, Verkehrsbelastung und die Verbesserung der Verkehrsabläufe im Mittelpunkt. Auch Lücken von Fahrradwegen entlang von Hauptstraßen sollen geschlossen werden.

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Die größten Projekte des Jahresbauprogramms Radverkehr, die 2019 begonnen werden und zum Teil auch abgeschlossen werden, sind: Lückenschlüsse des Radwegs an der Erlanger Straße zwischen Nordring und Äußerer Bucher Straße (820 000 Euro), Lückenschluss an der Ziegelsteinstraße (130 000 Euro), Verbreiterung der Radwege entlang der Münchener Straße (1,7 Millionen Euro), Asphaltierung eines gemeinsamen Rad- und Fußwegs im Martin-Bächer-Weg (140 000 Euro), Lückenschluss an der Kieslingstraße (100 000 Euro), Umbau der Ampelanlage Regensburgerstraße Ecke Dürrenhofstraße, damit mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger entsteht (160 000) Euro), Lückenschluss an der Insterburger Straße (320 000 Euro), Verbreiterung des gemeinsamen Geh- und Radwegs am Spittlertor (350 000 Euro). Die Adolf-Braun-Straße soll auf der Höhe der Fuchsstraße einen Radfahrstreifen bekommen (300 000 Euro) und es soll einen Lückenschluss an der Fürther Straße zwischen Fuchsstraße und Adolf-Braun-Straße geben (300 000 Euro).

Lückenschluss Bahnhofstraße dauert noch

Der Lückenschluss entlang der Bahnhofstraße zwischen Marienstraße und Vogelsgarten wird erst 2020 in Angriff genommen (2,8 Millionen Euro). Beim Bau ist die Stadt vom Investor abhängig, der an dieser Stelle derzeit Bürogebäude errichtet.

Begonnen wird 2019 auch die Ausweisung von Fahrradstraßen, auf denen Radfahrer Vorrang haben (eine Auswahl): Hummelsteiner Weg, Wilhelm-Späth-Straße, Schloßstraße, Gleißhammerstraße, Muggenhofer Straße, Friedrichstraße, Schweppermannstraße, Pilotystraße, Kornmarkt, Dr.-Kurt-Schumacherstraße, Aussiger Platz, Eberhardshofstraße, Adam-Klein-Straße, Rennweg und Sperberstraße. Insgesamt haben diese Fahrradstraßen eine Gesamtlänge von 15 Kilometer. Im Detail sollen die Pläne noch vor der Sommerpause im Verkehrsausschuss beschlossen werden.

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Darüber hinaus werden Radschnellwegverbindungen zwischen den Städten in der Region geplant: Für die Trasse Nürnberg–Erlangen gibt es eine Planungsvereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt. Für die Trasse Nürnberg–Zirndorf sind die Verhandlungen weit gediehen. Um die Maßnahmen auch sicherzustellen, wurden zwei neue Stellen für Planer im Baureferat und bei SÖR eingerichtet. Trotzdem kann es zu Verzögerungen bei der Umsetzung kommen, denn 2018 gab es immer wieder Probleme, Straßenbaufirmen zu finden, die Fahrradwege zu einem angemessenen Preis bauen.

André Fischer

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