N-Ergie setzt bei Parkhaus-Neubau auf moderne Technik

4.6.2020, 05:56 Uhr
Die N-Ergie hat im Stadtteil Sandreuth mit dem Bau ihres

Die N-Ergie hat im Stadtteil Sandreuth mit dem Bau ihres "Parkhauses der Zukunft" begonnen. © Stefan Hippel

Der Neubau auf dem N-Ergie-Betriebsgelände an der Sandreuthstraße könnte eine Vorbildfunktion für künftige Quartiers-Parkhäuser einnehmen, sagte Oberbürgermeister Marcus König (CSU). Er nahm am Mittwoch gemeinsam mit Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-Ergie, den symbolischen ersten Spatenstich vor. König sieht einen Bedarf für Parkhäuser in mehreren Stadtteilen, etwa in St. Johannis und Mögeldorf. Durch sie könne man mehr Platz im Straßenraum freimachen, der beispielsweise für Außenbestuhlung für die Gastronomie genutzt werden könne, so der Oberbürgermeister.
Josef Hasler von der N-Ergie sprach von einem innovativen Bauvorhaben, das von seinen Mitarbeitern, Dauermietern aus der Nachbarschaft aber auch von Pendlern genutzt werden könnte.

Auch der Auto-, Rad- und Roller-Verleih werde bedacht, so der N-Ergie-Chef. "Unser Parkhaus ist ein wichtiger Schritt hin zur Digitalisierung im Verkehr und zur Mobilitätswende, die maßgeblich für den Erfolg der Energiewende ist." Von den 335 Auto-Stellplätzen werden laut Hasler 130 mit Ladestationen für Elektroautos ausgestattet. Hinzu kämen 25 Zweirad-Stellplätze mit Ladestationen für E-Scooter und E-Bikes. Der Strom werde durch eine 100-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage auf dem Gebäude produziert. Zur Speicherung des Stroms setze man einen leistungsstarken Akku mit einer Kapazität von 120 Kilowattstunden ein. Dachflächen und einen Teil der Außenfassaden will Hasler begrünen lassen.

Die Parkplatzsuche soll laut N-Ergie künftig über Sensoren und ein digitales Leitsystem erleichtert, Buchung und Abrechnung bequem per Handy-App abgewickelt werden. Der Neubau, in den der Energiedienstleister nach eigenen Angaben rund acht Millionen Euro investiert, soll im Laufe des Jahres 2021 fertig werden.

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