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Nachtbürgermeister für Nürnberg: SPD fordert konkrete Schritte

"Beauftragter für Nachtökonomie" soll vermitteln - 28.01.2019 12:25 Uhr

Immer wieder gibt es Streitigkeiten zwischen Anwohnern, Partygästen und Clubbesitzern. Die SPD möchte mit einem "Beauftragten für Nachtökonomie" Konflikten vorbeugen. © Franziska Kraufmann/dpa


Wenn die Nacht über einer Großstadt hereinbricht, kann es schon mal turbulent werden. Städte wie Amsterdam, New York oder Mannheim haben Nachtbürgermeister eingestellt, die zwischen Partyvolk und Anwohnern vermitteln.

So jemanden möchte die SPD-Stadtratsfraktion auch in Nürnberg haben. "Nürnberg bei Nacht hat viel zu bieten", findet SPD-Chef und Stadtrat Thorsten Brehm. "Wir wissen aber auch um die Konflikte mit den Anwohnern, die sich aus verständlichen Gründen über Lärm und Müll beschweren." Die Sozialdemokraten setzen sich schon seit längerem dafür ein, die Stelle eines Nachtbürgermeisters zu schaffen. 2015 hatte die Stadtratsfraktion den Amsterdamer Nachtbürgermeister nach Nürnberg eingeladen und ihn auf einem Rundgang durch die Stadt begleitet.

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Im Anschluss an das Treffen forderte die SPD in einem Antrag an die Stadtverwaltung, gemeinsam mit allen Akteuren, ein Konzept mit Lösungsansätzen zu erarbeiten. Im September 2018 berichtete die Verwaltung auf Grundlage des Antrags, dass ein unabhängiger Ansprechpartner zum Thema Nachtleben in der Stadt wünschenswert wäre.


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Die SPD erwarte nun konkrete Schritte, teilt sie mit. "Inzwischen gibt es zwar einen Nürnberger Nachtbürgermeister", so die SPD-Stadträtin Katja Strohhacker. "Allerdings ist dieser in Mannheim tätig." Die Stadt Nürnberg, fordert sie, soll nun das Projekt in anderen Städten analysieren und dann zügig ein eigenes Konzept für einen "Beauftragten für Nachtökonomie" auf die Beine stellen. "Des einen Freud muss nicht zwangsläufig des anderen Leid sein. Wenn sich alle an ein paar Regeln halten, sollten Tagaktive und Nachtschwärmer in Nürnberg auch miteinander auskommen." 

gs

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