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Neues ICE-Werk in Nürnberg: Weitere Details bekannt

Das neue Werk wird zu 100 Prozent CO2-neutral betrieben - 05.10.2020 16:31 Uhr

Die Wahl steht fest: Fischbach wird der neue ICE-Standort Deutschlands.

04.01.2019 © Paul Zinken/dpa


Der Plan steht: In acht Jahren soll in Nürnberg das zehnte Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn eröffnet werden. Die DB investiert dafür insgesamt 400 Millionen Euro, auf den 460000 Quadratmetern Betriebsfläche werden rund 450 neue Arbeitsplätze entstehen. Gewartet können hier dann alle ICE-Baureihen werden, der Schwerpunkt soll aber auf den neuesten Schnellzügen der 4. Generation in ihrer extralangen Version liegen.

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Die dreizehnteiligen ICE 4 haben eine Länge von 373 Metern und bieten 918 Sitzplätze. Insgesamt 137 Stück werden der Bahn bis 2026 zur Verfügung stehen, davon 50 in der längsten Ausführung. Nürnberg sei nicht nur die Wiege der Eisenbahn, sondern auch einer der wichtigsten Knotenpunkte in ganz Deutschland, so DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. Mit Blick auf das Ziel der Bundesregierung, die Fahrgastzahlen im Fernverkehr bis 2030 auf rund 300 Millionen zu verdoppeln, den Klimaschutz und die Verkehrswende werde Nürnberg zu einer "Herzkammer" ausgebaut.

Ronald Pofalla, der bei der Bahn die Infrastruktur verantwortet, sagte, dass das klimaneutrale Werk zu einem der modernsten in Europa zählen werde. Nürnberg mit seiner Anbindung an die Schnellstrecken nach München und Berlin sowie an die ICE-Linie Richtung Passau und Wien sei der "ideale Standort" für das neue Werk. Die notwendigen Maßnahmen für den Bau sollen mit einer Beteiligung der Bürger und in "enger Absprache" mit dem Naturschutz erfolgen.

Eingriffe in die Natur

Das wird auch nötig sein. Denn das Werk mit einer Hallenlänge von 450 Metern soll bei Fischbach entstehen. Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) stellte klar, dass dafür auch Bäume des Reichs- und damit Bannwalds weichen müssen. "Wir werden Ökonomie und Ökologie zusammenbringen", so Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU).

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Als ökologische Ausgleichsfläche sollen deshalb 300 Hektar Staatswald als Naturwald ausgewiesen werden. "Es ist ein hervorragender Tag für Nürnberg", so König. Jeder Euro, der in Nürnberg investiert werde, sei "ein guter Euro". Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) erklärte auf Nachfrage, dass die Standortwahl der Bahn nichts damit zu tun habe, dass es sich bei Nürnberg um die Geburtstadt des Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) handle. Alleine die Drehscheibenfunktion der Stadt sei ausschlaggebend gewesen.


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